Brüderle hatte zudem erklärt, die Banken hätten bei dem Treffen angekündigt, bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit von Firmen ihren Spielraum zu nutzen, um den Mittelstand mit frischem Kapital zu versorgen. Umgekehrt soll es Studien und Übergangsfristen geben, um die Banken bei den geplanten schärferen Regeln bei Eigenkapital und Ratings nicht zu überfordern.
Brüderle: Beim Europäischen Währungsfonds nach Verursacherprinzip vorgehen
Handlungsbedarf sieht Brüderle auch bei der Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds. „Ich bin mir bei der Frage Europäischer Währungsfonds mit meinen Kollegen einig“, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle am Montag in Berlin. Hier müsse nun ein konkreter Vorschlag ausgearbeitet werden zur Hilfe von finanziell bedrohten EU-Ländern.
Vorbehalte äußerte der Wirtschaftsminister jedoch gegen eine pauschale Abgabe der Banken zur Beteiligung an Krisenkosten. Es könne nach seinem Verständnis nur so sein, dass Banken mit Problemen in der Krise hier einbezogen würden. „Aber die, die es erfolgreich gemacht haben, jetzt durch eine Abgabe zu bestrafen, das scheint mir nicht sehr schlüssig“, so Brüderle.
„Wir müssen die Wirtschaftspolitik auf der EU-Ebene stärker koordinieren“
Bereits Ende Februar hatte der Wirtschaftsminister einen Europäischen Währungsfonds ins Spiel gebracht. „Wir müssen die Wirtschaftspolitik auf der EU-Ebene stärker koordinieren“, fordert Brüderle. Die Staatengemeinschaft müsse „ernsthaft darüber nachdenken, ob wir im Rahmen des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes einen europäischen Währungsfonds nach Vorbild des IWF brauchen“.
Brüderle widersprach Behauptungen, das Euro-Projekt sei wegen zu großer Unterschiede der Teilnehmerländer zum Scheitern verurteilt. „Das sehe ich nicht so“, entgegnete der Wirtschaftsminister den Euro-Skeptikern.
Unterstützung für die Pläne gibt es von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Auch die EU-Kommission wird am Dienstag über die Vorschläge für einen Europäischen Währungsfonds beraten.
Mit Mitteln aus dem Fonds soll in Folge von Finanz- und Wirtschaftskrisen notleidenden Staaten unter die Arme gegriffen werden. Der Fonds ist nur eine von vielen derzeit debattierten Maßnahmen zur Eindämmung und Bewältigung von Währungskrisen. Die Debatte wird derzeit durch die schwierige Situation einiger europäischer Staaten, wie Portugal, Spanien und Griechenland angeheizt, deren Zahlungsschwierigkeiten auch die Gemeinschaftswährung gefährden. MEHR ZUM THEMA:
Brüderle: Beim Europäischen Währungsfonds nach Verursacherprinzip vorgehen
Handlungsbedarf sieht Brüderle auch bei der Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds. „Ich bin mir bei der Frage Europäischer Währungsfonds mit meinen Kollegen einig“, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle am Montag in Berlin. Hier müsse nun ein konkreter Vorschlag ausgearbeitet werden zur Hilfe von finanziell bedrohten EU-Ländern.
Vorbehalte äußerte der Wirtschaftsminister jedoch gegen eine pauschale Abgabe der Banken zur Beteiligung an Krisenkosten. Es könne nach seinem Verständnis nur so sein, dass Banken mit Problemen in der Krise hier einbezogen würden. „Aber die, die es erfolgreich gemacht haben, jetzt durch eine Abgabe zu bestrafen, das scheint mir nicht sehr schlüssig“, so Brüderle.
„Wir müssen die Wirtschaftspolitik auf der EU-Ebene stärker koordinieren“
Bereits Ende Februar hatte der Wirtschaftsminister einen Europäischen Währungsfonds ins Spiel gebracht. „Wir müssen die Wirtschaftspolitik auf der EU-Ebene stärker koordinieren“, fordert Brüderle. Die Staatengemeinschaft müsse „ernsthaft darüber nachdenken, ob wir im Rahmen des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes einen europäischen Währungsfonds nach Vorbild des IWF brauchen“.
Brüderle widersprach Behauptungen, das Euro-Projekt sei wegen zu großer Unterschiede der Teilnehmerländer zum Scheitern verurteilt. „Das sehe ich nicht so“, entgegnete der Wirtschaftsminister den Euro-Skeptikern.
Unterstützung für die Pläne gibt es von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Auch die EU-Kommission wird am Dienstag über die Vorschläge für einen Europäischen Währungsfonds beraten.
Mit Mitteln aus dem Fonds soll in Folge von Finanz- und Wirtschaftskrisen notleidenden Staaten unter die Arme gegriffen werden. Der Fonds ist nur eine von vielen derzeit debattierten Maßnahmen zur Eindämmung und Bewältigung von Währungskrisen. Die Debatte wird derzeit durch die schwierige Situation einiger europäischer Staaten, wie Portugal, Spanien und Griechenland angeheizt, deren Zahlungsschwierigkeiten auch die Gemeinschaftswährung gefährden. MEHR ZUM THEMA:




Kommentare
Die FDP-Geldsäcke schaden den Banken-Geldsäcken garantiert nicht!
Alles Heuchler! So gefährlich wie das Wort "Wespenkoalition" (Schwarz-Geld), so schädlich sind diese Parteien für die schwachen der Gesellschaft!!! Man redet von hohen Belastungen der Leistungsträger, wenn aber ein solcher sein Vermögen innerhalb von zwei oder drei Jahren trotz dieser "Belastungen" vervielfachen kann, während Otto Normalverbraucher dafür Jahrzehnte braucht, dann stimmt etwas nicht in dem Staat!!! Und auch nicht mit der FDP, die ist blind für solche Fehlentwicklungen!