FDP, Stiftung30 Jahre friedliche Revolution

30 Jahre friedliche Revolution

Der Deutsche Bundestag würdigte am Donnerstag die Überwindung der SED-Diktatur als eine Leistung der Menschen in Ostdeutschland, die den Mut gefunden hätten, gegen das Regime mit friedlichen Mitteln zu demonstrieren und schließlich seinen Sturz herbeizuführen. FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg erinnerte daran, dass die Menschen in der DDR trotz des Massakers auf dem Tiananmen-Platz in Peking 1989 den Mut gefunden hätten, gegen das kommunistische Regime aufzubegehren. Weil es einen Mangel an Bürgerrechten, freien Wahlen und Reisefreiheit gegeben habe – aber auch einen Mangel an Wohnungen und Umweltschutz, so Teuteberg. Karl-Heinz Paqué, Vorsitzender der Stiftung für die Freiheit, plädiert für neue Wege um die errungenen wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten fortzusetzen.

Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage Mittel- und Ostdeutschlands spricht sich der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Karl-Heinz Paqué, nach dem erfolgten Aufbau Ost nun für einen Aufbruch Ost aus. Er ist dafür, neue Wege zu gehen, um wirtschaftliche Erfolgsgeschichten fortzusetzen. “Für einen Masterplan ‘Aufbruch Ost‘ müssen vor allem zwei Ziele ins Auge gefasst werden: das weitere Wachstum des Motors Berlin sowie die Vernetzung des gesamten mittel- und ostdeutschen Wirtschafts- und Wissenschaftsraums“, so Paqué.

Seiner Ansicht nach würden derzeit die regionalen Potenziale außer Acht gelassen, die es im Osten aber gebe. Der Stadtstaat Berlin wachse seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts wirtschaftlich schneller als alle anderen Bundesländer einschließlich Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Doch stehe eine Normalisierung der Leistungskraft und der Einkommen auf das höhere Niveau der westdeutschen Metropole wie Frankfurt, Hamburg oder München erst noch an und könne weiteren gewaltigen Schub geben. Und was den “Kranz der Städte“ in den umliegenden Ländern jenseits von Brandenburg betreffe – von Magdeburg über Halle/Saale und Leipzig bis nach Dresden – müsse alles getan werden, um die räumliche Arbeitsteilung mit dem wachsenden Berlin zu verdichten. “Dies erfordert die Pflege der Infrastruktur in Kommunikation und Verkehr. Daneben muss ein kräftiger Sprung in der Vernetzung der Wissenschaftslandschaft zustande kommen“, so der Stiftungsvorsitzende.

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