FDPInterview

Ansprechpartner für junge Menschen sein

Konstantin Kuhle. Bild: Philipp Wehrend FotografieKonstantin Kuhle bringt auf den Punkt, wofür sich JuLis schon immer besonders einsetzen.
19.06.2017 - 11:22

In Zeiten von Trump und Brexit interessieren sich wieder mehr junge Menschen für Politik. Eine positive Entwicklung, findet JuLi-Chef Konstantin Kuhle. "Langfristig kann man das Überleben einer politischen Idee nur sichern, wenn auch junge Menschen diese Idee unterstützen", sagt er im Interview mit der Main-Post.  Im Interview mit dem Deutschlandfunk bringt er auf den Punkt, wofür JuLis sich innerhalb der FDP schon immer besonders einsetzen. Kuhle spricht darin auch über die Regierungsbündnisse in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Kuhle ist ganz zufrieden mit den Ergebnissen: "Also, das, was uns als junge Liberalen immer wichtig war, dass die FDP eben nicht nur ein Arbeitskreis Freiheit der CDU/CSU ist, das haben wir jetzt eigentlich auf Landesebene jetzt schon verwirklicht." Er meint, die FDP müsse grundsätzlich bereit sein, mit allen demokratischen Parteien zu reden, zu verhandeln, sagte der Konstantin Kuhle, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis), im Dlf. Am Ende komme es darauf an, was von gemeinsamen Projekten umgesetzt werden könne.

"Liberalismus heißt, ein optimistisches Menschenbild zu haben", erklärte der JuLi-Chef. Veränderungen wie Digitalisierung und Globalisierung müssten positiv begleitet werden. "Bei anderen politischen Denkrichtungen sehe ich immer eine große Skepsis, was diese Entwicklungen betrifft. Oft heißt es, die Digitalisierung zerstöre Jobs. Allerdings wird sie auch dazu führen, dass gerade junge Menschen später Jobs haben werden, die es heute noch gar nicht gibt", hob er hervor.

Die JuLis und die Freien Demokraten wollten der politische Anschlusspartner für diese jungen Wähler sein. "Wir streben eine Veränderung der Bildungs- und Studienfinanzierung an", erläuterte Kuhle. Gerade in der Mittelschicht gebe es oft Studierende, die von den Eltern nicht unterstützt werden könnten, aber dennoch nicht BAföG-berechtigt seien. "Bei der Berechnung des BAföG sollte das Einkommen der Eltern deshalb eine geringere Rolle spielen", forderte der JuLi-Vorsitzende. Jungen Menschen den sozialen Aufstieg zu ermöglichen, gehe nicht nur über Wirtschaft- und Sozialpolitik, sondern müsse man schon bei der frühkindlichen Bildung anfangen, gab er zu bedenken. "Dafür haben wir als Junge Liberale immer gekämpft."

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