FDPMasterplan Ladeinfrastruktur

Ausbau von Ladeinfrastruktur beschleunigen und vereinfachen

AutoVerkehrsminister Volker Wissing hat den Masterplan Ladeinfrastruktur II vorgestellt. Für klimafreundliche Mobilität ohne Abstriche.
15.11.2022

Die Bundesregierung hat den Masterplan Ladeinfrastruktur II beschlossen. Für Verkehrsminister Volker Wissing ist klar: Deutschland muss seine Infrastruktur fit für klimafreundliche Mobilität machen.

„Wie wir uns künftig fortbewegen, ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Und die Welt schaut hierbei auf Deutschland. Darum müssen wir jetzt mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Infrastruktur weiter fit für klimafreundliche Mobilität machen“, erklärte der Verkehrsminister bei der Präsentation des umfangreichen Maßnahmenpakets. Der Masterplan Ladeinfrastruktur II schaffe die Grundlage für eine flächendeckende, bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Pkw- und Lkw-Ladeinfrastruktur. „Unser Ziel: den Ausbau von Ladeinfrastruktur beschleunigen, den Ladeprozess vereinfachen und so den Umstieg für die Menschen erleichtern“, so Wissing. „Der Masterplan enthält 68 konkrete Maßnahmen und Lösungsansätze, versehen mit Zuständigkeit und Fristen.“

Laden müsse so einfach werden wie Tanken es heute sei, so das erklärte Ziel des Ministers. Denn: „Jede negative Erfahrung mit Elektromobilität erschwert den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe. Und deswegen wollen wir den Ausbau, den Betrieb und die Nutzung von Ladeinfrastruktur schnell, einfach und attraktiv gestalten.“

Vorfahrt für Investitionen

Wissing verdeutlichte, dass im Masterplan insbesondere die Bedürfnisse und Herausforderungen derjenigen berücksichtigt worden seien, die die Ladeinfrastruktur errichten und betreiben sollten. Er kündigte an: „Wir setzen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur auf die Initiative der Privatwirtschaft.“ Wo kein flächen- und bedarfsdeckendes Angebot entstehe, werde der Gesetzgeber mit regulatorischen Instrumenten und finanziellen sowie koordinierenden Unterstützungsangeboten sicherstellen, dass keine Versorgungs- und damit auch Mobilitäts-Lücken entstünden. 

Die Transformation solle für die Menschen ein positives Erlebnis sein, unterstrich Wissing. Deswegen sollen Möglichkeiten geschaffen werden, selbsterzeugten Strom zum Laden zu nutzen. Auch Unternehmen sollen beim Aufstellen von Ladesäulen unterstützt werden. Er betonte: „Wir ermöglichen das Laden dort, wo es am besten in den Alltag der Menschen passt.“

Der Staat werde dort finanziell unterstützen, wo der privatwirtschaftliche Ausbau nicht hinkomme. Versorgungssicherheit steht für Minister Wissing an erster Stelle: „Versorgungslücken darf es nicht geben.“ Gerade in dichter besiedelten Gebieten, wo Fahrer und Fahrerinnen keinen eigenen Stellplatz haben, werde das Bundesministerium für Digitales und Verkehr den Aufbau von Ladesäulen besonders unterstützen.

Masterplan ist auch Digitalisierungsstrategie

Da die Mobilität der Zukunft auch digital sein werde, sei der Masterplan auch eine Digitalisierungsstrategie, führte Wissing aus. Er basiere auf umfassender Datenanalyse und nutze digitale Technik, um das Laden für die Nutzerinnen und Nutzer einfach und verlässlich zu gestalten. Wissing erläuterte: „Wir wollen Ladeinfrastruktur digital zugänglich machen, damit die Leute wissen: wo ist sie für mich verfügbar, was für eine Leistung hat sie und natürlich auch: was kostet mich das Laden an dieser Ladesäule?“ Die Digitalstrategie umfasse einfache und sichere Bezahlvorgänge, Reservierungsmöglichkeiten, Barrierefreiheit und Datenschutz.

Aber auch das wichtige Zusammenspiel von Ladeinfrastruktur und Stromnetz sei bislang vernachlässigt worden, monierte der Verkehrsminister. Dies sei womöglich die größte Herausforderung im Masterplan. Denn die Stromnetze müssten rechtzeitig auf die zukünftige Nachfrage vorbereitet werden.

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