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Bargeld-Obergrenze ist hilfloser Aktionismus

Volker WissingVolker Wissing

Der Finanzausschuss des Bundestags hat über die geplante Bargeld-Obergrenze beraten. FDP-Finanzexperte Volker Wissing kritisierte den Vorstoß als "hilflosen Aktionismus". Der Spitzenkandidat der FDP-Rheinland-Pfalz kritisierte, dass der Bundesregierung zunehmen die Maßstäbe verloren gingen. "Während sie dem Chaos in der Flüchtlingspolitik nicht Herr wird, will sie vermeintlich zur Terrorbekämpfung die Bargeldnutzung der Bürger begrenzen."

Die Menschen hätten keinen Bedarf an großkoalitionärem Tatendrang, konstatierte Wissing. Er stellte klar: "Statt die Finger nach dem Bargeld der Bürger auszustrecken, sollte die Große Koalition lieber zeigen, dass sie noch die Fähigkeit besitzt, die wirklichen Probleme in diesem Land zu lösen." Wissing stellte klar: Bargeld sei Freiheit "und deshalb werden wir es verteidigen".

Hintergrund

Die Bundesregierung plant, eine Obergrenze für Barzahlungen einzuführen. Zahlungen über 5.000 Euro in bar sollen verboten werden. Die Freien Demokraten beziehen Stellung gegen diesen Vorstoß. Denn: Bargeld ist Freiheit. In einem Argumentationspapier legt die FDP dar, warum die Begründung der Großen Koalition nicht verfängt und wie Selbstbestimmung und Privatsphäre unter einer Bargeldobergrenze leiden würden. FDP-Bundesgeschäftsführer Marco Buschmann rief die Mitglieder auf, an der "Finger weg"-Aktion der "Bild"-Zeitung teilzunehmen. Volker Wissing, FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, erklärte zur "Bild"-Aktion: "Eine Obergrenze ist der Anfang vom Ende des Bargeldes. Der ,Finger weg'-Brief ist eine Möglichkeit, der Bundesregierung Grenzen aufzuzeigen."

Kommentare (2)

Hartmut Walter
01.10.2019 - 12:47
Sehr geehrter Herr Dr. Wissing, meines Erachtens ginge die Einschränkung der Freiheit hier noch viel weiter... was Ayn Rand sehr treffend zusammengefasst hat, bereits vor vielen Jahren. "Geld ist der Wertmaßstab aller friedfertigen Menschen. Wer ein Geschäft in Geld abwickelt, akzeptiert die geistigen und materiellen Eigentumsrechte seines Geschäftspartners." "Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht."
Seichter.R.
19.02.2016 - 09:28
Um sich der wirklichen Probleme anzunehmen, und vordringlichste Punkte abzuarbeiten - gelingt es unseren "sog." Volksvertretern immer wieder, mit abstrusen Ideen die Bevolkerung gängeln zu wollen, und an freiheitlichen Grundrechten zu rütteln. Genau die gleichen Menschen, deren Wählerstimmen man braucht, um sich die Macht zu sichern! Würde jeder "unserer Vertreter"
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