FDPRBB-Wahlarena

Bis jetzt lebt halb Brandenburg hinterm Mond

Vor den Landtagswahlen in Brandenburg präsentierten sich die Spitzenkandidaten von sechs Parteien am Dienstag live in der "Wahlarena" des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), in der Zuschauer den sechs Spitzenkandidaten der stärksten Parteien Fragen stellen durften. FDP-Spitzenkandidat Hans-Peter Goetz brachte in dem leidenschaftlichen Schlagabtausch seine Themen unter. Er forderte eine bessere Wirtschaftspolitik, einen respektvollen Umgang untereinander und eine bessere Bildungspolitik. In Sachen Kohleausstieg forderte er clevere Lösungen, mit denen Brandenburg ein Vorbild für andere Regionen sein kann.

Knapp zwei Wochen vor den Landtagswahlen trafen sich die sechs aussichtsreichsten Spitzenkandidaten beim RBB in Potsdam zum Schlagabtausch. In der "Wahlarena“ des Senders stellten sich die Politiker den Fragen der Zuschauer. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Andreas Kalbitz (AfD), Ingo Senftleben (CDU), Ursula Nonnemacher (Grüne), Kathrin Dannenberg (Linke) und Hans-Peter Goetz (FDP) traten gegeneinander an.

Jeder Mensch soll nach seiner Facon glücklich werden

Klimawandel, Bahnfrust und Wirtschaftspolitik - die Spitzenkandidaten und -kandidatinnen hatten ein breites Feld zu bestellen. Bildungspolitik und innere Sicherheit wurden mangels Zeit leider ausgespart. In seinem Eingangsstatement betonte Hans-Peter Goetz: "Ich wünsche mir für Brandenburg und die Brandenburgerinnen und Brandenburger, dass wir es schaffen, wieder von der großen Hysterie runterzukommen, die ich wahrnehme. Dass wir vernünftiger werden, dass wir mehr Respekt entwickeln im Umgang miteinander, Respekt für andere Meinungen, dass wir auf diese Weise bessere Lösungen finden. Und letztlich wünsche ich mir natürlich in bester preußischer Tradition, dass hier in Brandenburg jeder Mensch nach seiner Facon glücklich werden kann."

Er unterstrich zugleich, dass die Welt komplexer ist, als dass man nur ein Thema anfassen könnte. Er will eine Wirtschaftspolitik, "die vernünftig ist, die uns den Wohlstand erarbeitet, von dem wir alle leben wollen". Brandenburg brauche eine Bildungspolitik, um das gewährleisten zu können. "Wir brauchen die Infrastruktur, um die Wirtschaft und die Bildung bedienen zu können, wir brauchen Umweltschutz, weil das alles miteinander nur funktioniert. Wir brauchen all das gemeinsam. Sie müssen sich dieses Kanons insgesamt bedienen, nur dann ist das Land erfolgreich."

Das sagt er auch mit Blick auf die Infrastruktur: "Bis jetzt lebt halb Brandenburg hinterm Mond - das erleben wir einfach. Wir haben eine Zerfaserung der Zuständigkeit: das Wirtschaftsministerium ist zuständig, das Infrastrukturministerium ist zuständig, die Staatskanzlei macht ein bisschen was, die Landwirtschaft macht ein bisschen was. Wenn jeder seinen eigenen Brei irgendwie kocht, sein eigenes Theater macht, dann kommen wir nicht wirklich voran."

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