FDPFremde Federn

Das Rentenpaket - Ein fauler Kompromiss

ZeitungsstapelDie Kommentarlage zum Rentenpaket ist in den Zeitungen fast identisch: das Paket fällt durch

Am Freitag ist es soweit: Das höchst umstrittene Rentenpaket der GroKo soll im Bundestag beschlossen werden. Nur eine scheint glücklich damit zu sein: Andrea Nahles. Wirtschaftsexperten, Arbeitgeber, Sozial-Verbände und Unionspolitiker eint hingegen die Kritik an dem Paket. Auch die Kommentare aller Zeitungen ähneln sich sehr. So schreibt Fabian Leber im „Tagesspiegel“: „Die Rente mit 63 bleibt ungerecht.“

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe bis „ alle Kritik mit dem Satz abprallen“ lassen, das Rentenpaket sei „Anerkennung für Menschen, die viel geleistet“ hätten. „Als ob diese Leistung irgendjemand aus der jüngeren Generation ernsthaft infrage stellen würde“, stellt Leber klar. Mit dieser Haltung käme „die gönnerhafte Attitüde der deutschen Sozialpolitik ungefiltert zum Vorschein“.  

Leber mahnt: „Eines jedoch sollten die künftigen Rentner wissen: Um Anerkennung alleine geht es nicht. Die kann der Staat sowieso nicht aussprechen, für die ist zuallererst jeder selbst zuständig.“

Und Birgid Becker kommentiert im „Deutschlandfunk“: „Die Große Koalition hat sich auf ein Rentenpaket geeinigt - und doch gewinnt niemand. Die SPD wird auf ewig in der Agenda-2010-Hölle bleiben, die Union tritt zwei Jahrzehnte Krampf um die Konsolidierung der Rentenkassen in die Tonne. Und die Bürger erwartet wenig Gutes.“

Ernst Elitz geißelt in der „Bild“ das von der Koalition geschnürte Rentenpaket als "Meisterstück der Unvernunft", denn es sei "richtig teuer".  „Die Regierung kneift die Augen zu vor der Rentenkatastrophe, die den Arbeitnehmern in zwanzig oder dreißig Jahren droht.“

Kommentare (1)

W.
20.05.2014 - 23:15
Was stimmt? "Birgit Becker kommentiert im "Deutschlandfunk"". Zwei Jahrzehnte Krampf - gemeint Kampf?
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