FDP, FraktionenUN-Klimakonferenz

Deutschland muss in globaler Klimapolitik Führungsrolle übernehmen

Welt, LuftpolsterfolieErfolgreiche Klimapolitik braucht ein stärkeres Engagement der Bundesrepublik

3000 Experten tagen derzeit in Bonn. Auf einer zehntägigen UN-Klimakonferenz, die den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Santiago de Chile vorbereiten soll, geht es unter anderem darum, wie die Pariser Klimaziele erreicht werden können. Die Freien Demokraten setzen auf ein globales Emissionshandelssystem. "Dafür sollte Deutschland sich endlich auf internationaler Ebene einsetzen und in globaler Klimapolitik Führungsrolle übernehmen", meint FDP-Chef Christian Lindner.

Die Konferenz in Bonn soll - ein halbes Jahr nach dem Weltklimagipfel in Polen - unter anderem den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Santiago de Chile vorbereiten. Dort soll sich etwas bewegen, denn die Zusagen aller Länder weltweit reichen nicht, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Danach soll die Erderhitzung möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden. Einer der strittigsten Punkte der Konferenz sind die sogenannten Marktmechanismen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

Für die FDP ist klar: Bei der Weltklimakonferenz im Dezember muss die internationale Zusammenarbeit zum Erreichen der Pariser Klimaziele im Mittelpunkt stehen. "Dafür müssen jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Ein globales Emissionshandelssystem wäre das effizienteste und günstigste Klimaschutzinstrument", meint FDP-Klimaexperte Lukas Köhler. Denn: "Die erlaubte CO2-Gesamtmenge wird begrenzt und CO2 bekommt so einen einheitlichen Preis. Dadurch erreichen wir garantiert unsere Klimaziele", ist Köhler überzeugt.

"Union und SPD sollten sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, anstatt sich weiter im nationalen Klein-Klein zu verzetteln." Nach Ansicht der Freien Demokraten funktioniert Klimaschutzpolitik auch "ohne Hypermoral und ohne sofortigen Weltuntergang". Köhler ist sich einer Sache sicher: "Selbst mit einem kompletten Flugverzicht könnten wir den Klimawandel nicht stoppen. Uns hilft kein Ökomoralismus, wir brauchen Innovationen und pragmatische Ideen. Ich habe welche."

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