FDPAktienrente

Die Aktienrente stabilisiert die Altersvorsorge

Rentner mit KindMit der Aktienrente will die Bundesregierung die gesetzliche Rente demografiefester machen.
30.11.2022

Die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können in den kommenden Jahren auf eine positive Finanzlage der Rentenkasse hoffen. Mit der Aktienrente will Christian Lindner die gesetzliche Rentenversicherung auch langfristig auf stabile Beine stellen.

Die Wiedereinführung des Nachholfaktors bei der gesetzlichen Rente, auf die die Freien Demokraten letztes Jahr gedrungen haben, sowie der stabile Arbeitsmarkt führen derzeit zu guten Prognosen für die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung: Die Deutsche Rentenversicherung verkündete, dass die Renten im kommenden Jahr um rund 3,5 Prozent in West- und um mehr als 4 Prozent in Ostdeutschland steigen. 

Allerdings gilt es zu bedenken: Die geburtenstarken Jahrgänge stehen kurz vor dem Renteneintritt. Dadurch werden die Rentenkassen in den nächsten Jahren unter starken Druck geraten. Langfristige Lösungen sind jetzt gefragt. Deshalb hat FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner die im FDP-Wahlprogramm verankerte Aktienrente zur Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung auf den Weg gebracht.

Der Einstieg in eine teilweise Kapitaldeckung sei ein wichtiger Schritt, um die Rente enkelfit zu machen. „Ich möchte, dass wir die Kapitalmärkte für uns arbeiten lassen. Deswegen werden wir 2023 die Aktienrente einführen“, kündigte Lindner an. Was ein anderer Mitgliedstaat der EU wie Schweden könne, das müsse auch in Deutschland „in Lichtgeschwindigkeit“ passieren können.

Neues Finanzierungsmodell für mehr Stabilität

Bisher wird die gesetzliche Rente über Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung umlagefinanziert und durch zusätzliche Steuerzuschüsse abgesichert. Doch geburtenstarke Jahrgänge, die sogenannten „Babyboomer“, gehen in den kommenden Jahren in Rente. Ohne Reformen bringt das die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Renten absehbar ins Wanken. Mit der von Finanzminister Christian Lindner vorangetriebenen „vielleicht größten Rentenreform seit Bismarck“ sollen zukünftige Rentenzahlungen abgesichert werden.

Die Aktienrente etabliert für die gesetzliche Rentenversicherung neben der Finanzierung aus Pflichtbeiträgen und Bundeszuschüssen eine kapitalgedeckte Säule. Für die Umsetzung des Vorhabens will Lindner im Bundeshaushalt für das Jahr 2023 zunächst 10 Milliarden Euro einplanen. Ab dem Jahr 2030 werden dann die erzielten Erträge in die Kassen der Rentenversicherung fließen und das Rentensystem stützen.

Das Ziel ist es, mit dem Kapitalstock die Renditechancen des globalen Kapitalmarkts zu nutzen. Einige europäische Länder praktizieren dies bereits seit Jahrzehnten erfolgreich. So zeigt Schweden, dass die Aktienrente ein Erfolgsmodell ist: Der schwedische Fonds erzielte in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich 11 Prozent Rendite. Mit der Rendite aus der Aktienrente kann auch Deutschland die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung auf sichere Füße stellen.

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