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Die Zukunft der Mobilität ist digital

Digitalisierung, Digitalisierungsmonitor, FDP-Fraktion, FDP, Freie Demokraten, Internet, Netzpolitik, Mobilität, Carsharing, Apps, VerkehrDigitalisierungsmonitor 2019: An E-Scootern scheiden sich die Geister.

Der digitale Wandel berührt die Menschen überall. Alltagsroutinen verändern sich: Arbeit, Mobilität, Konsumverhalten, Freizeitplanung, Kommunikation oder Mediennutzung. Neue Geschäftsmodelle entstehen, alte kollabieren. Der Digitalisierungsmonitor 2019, eine forsa-Umfrage im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion, zeigt, dass die meisten Menschen Innovationen offen gegenüberstehen.

Digitale Mobilität: Hoher Ausbaubedarf bei digitaler Infrastruktur

Was die digitale Infrastruktur angeht, hapert es in den Augen der Deutschen noch gewaltig. Um die digitale Mobilität weiter voranzubringen, bedarf es offenbar dringend Verbesserungen in der Netzabdeckung mit mobilem Internet: Verbindungsprobleme bzw. einen Mangel an WLAN-Hotspots beklagen zwei Drittel der Befragten. Aber auch im heimischen Wifi-Netz gibt es Probleme: Jeder Vierte ist genervt vom langsamen Internet zu Hause. Im ländlichen Raum ist die Unzufriedenheit dabei deutlich höher ist als in Städten oder Ballungszentren.

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Metropolen: Testlabore für digitale Innovationen

Nach Einschätzung der Freien Demokraten sind Metropolen mit über 500 000 Einwohnern die "Testlabore für digitale Innovationen". Denn hier sei die Aufgeschlossenheit für digitale Innovationen überdurchschnittlich groß. So wären über 80 Prozent der im Digitalisierungsmonitor befragten Großstädter bereit, - über eine App organisiert - Einkäufe für Nachbarn mitzubringen. Auch die Lieferung von Paketen in den Kofferraum des eigenen Autos kann sich jeder Dritte vorstellen. Entsprechende Dienste für die Kofferraum-Lieferung wie zum Beispiel ‚bringbee‘ in der Schweiz haben sich allerdings dennoch bisher nicht durchgesetzt. Um einen Stau zu umgehen, wären fast die Hälfte aller Großstädter bereit, auf autonom fliegende Drohnen - sogenannte Flugtaxis - umzusteigen.

Digitalisierung: Deutsche sind offen für innovative Verkehrskonzepte

Grundsätzlich sind die Menschen in Deutschland bereit für neue, innovative Verkehrskonzepte. Es gibt eine große Akzeptanz für Mobilitäts-Abos, die für einen Festpreis die unbegrenzte Nutzung von Öffentlichem Personennahverkehr, Car-sharing und Mietfahrrädern ermöglichen. Gleichzeitig gibt es aber eine hohe Preissensibilität. 69 Prozent würden dafür nicht mehr als 100 EUR im Monat ausgeben. Und: Frauen sind besonders preisbewusst - 74 Prozent zu 64 Prozent.

Es gibt eine hohe Akzeptanz für Mobilitäsabos. In Großstädten und bei unter 29-jährigen ist sie besonders hoch. Allerdings würden 69 Prozent nicht mehr als 100 EUR ausgeben.

Der ÖPNV könnte allerdings schon deutlich an Fahrgästen zulegen, wenn Anschlüsse und Anbindungen besser wären. Jeder Dritte wäre dann häufiger bereit, das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf Bus oder Bahn zu setzen.

Beim Thema E-Roller gehen die Meinungen auseinander. Befürworter und Gegner halten sich laut Umfrage die Waage. Es sind allerdings vor allem jüngere Menschen, die sich für die elektrischen Tretroller begeistern können und einen E-Scooter nutzen würden. Das heißt: Es gibt eine große Nachfrage, aber auch viele Bedenken, was Sicherheit und ein schönes Stadtbild angeht.

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