FDPBildungsföderalismus

Eigenständige Schulen, gemeinsame Finanzierung

Die Freien Demokraten fordern eine Reform des Bildungsföderalismus in DeutschlandDie Freien Demokraten fordern eine Reform des Bildungsföderalismus in Deutschland
11.09.2018 - 17:30

Die Freien Demokraten fordern eine Reform des Bildungsföderalismus. "Es geht darum, die Herausforderung in unserem Bildungssystem gesamtgesellschaftlich zu finanzieren", betont FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Ziel sei es jedoch nicht in Länderkompetenzen einzugreifen. "Wir Freie Demokraten wollen Schulen eigenständiger machen. Unter Reform des Bildungsföderalismus verstehen wir, den Schulen mehr Eigenverantwortung bei Personal, Budget und Organisation zu geben."

Zurzeit sei jedoch der Bundeshaushalt bei der Investition in Bildung nicht ambitioniert genug. Vom Bundesfinanzministerium werden für die nächste Legislaturperiode zusätzliche 117 Milliarden an Steuereinnahmen prognostiziert. Davon geht allerdings nur eine Milliarde in die Bildung. "Mit Verlaub: Das ist eine Unwucht. Das kann sich Deutschland nicht leisten", kritisiert Nicola Beer. Sie fordert, insgesamt als Gesellschaft wieder mehr in das Bildungssystem zu investieren. "Das ist die Grundlage für den persönlichen Erfolg jedes Einzelnen, aber damit auch für den Gesamterfolg unserer Gesellschaft", betont die Generalsekretärin.

Das was die Große Koalition momentan vorschlage, sei ausschließlich eine Investition in Ausstattung von Bildungseinrichtungen und vor allem ein Vorschlag, der "am Anfang Geld gibt und es nachher auslaufen lässt". Die Freien Demokraten fordern, dass endlich auch in die Qualität investiert werde, sprich in Lerninhalte und Lehrerausbildung.

Kommentare (3)

lummelmeise
13.09.2018 - 07:50
Bildung ist der Schlüssel zu fast allen Zukunftsherausforderungen. Damit meine ich weniger Lesen, Schreiben, Rechnen, sondern Komplexitätskompetenz. Wer versucht herauszufinden, was das sein könnte, hat schon einen riesigen Bildungsvorsprung. Liberale können, nein müssen hier die Avantgarde sein. Aus innerer Überzeugung, aus Selbsterhaltungstrieb (wer gebildet ist, wählt eher liberal) und aus der Notwendigkeit.
Frank Leutz
13.09.2018 - 07:31
Guten Tag, nicht nur bei Bildung, sondern auch im Bereich Erziehung und Gesundheit sind wir auf dem Weg, diese Bereiche in Geschäftsmodelle verkommen zu lassen. Dies ist sicher der falsche Weg ! Erziehung, Bildung und Gesundheit sollten den Staat richtig Geld kosten - 25 Jahre später macht sich diese Investition auf mehreren Standbeinen und schließlich auch monetär bezahlt.
Carpajan
12.09.2018 - 22:32
Die Ideen sind nicht neu. In NRW erlebe ich als FDP-Mitglied gerade, wie ein FDP geführtes Ministerium - in Sachen Bildung sicher viele Hypotheken übernommen hat - aber von dem zentralen Versprechen eines Schulfreheitsgesetzes weit entfernt ist. Bevor die Bundes FDP das Thema Bildung bundesweit lanciert, möchte ich Konzepte und Strategien sehen, wie sie Personalhoheit, Budgethoheit oder Organisationshoheit den Schulen beibringt ohne die Ministetialbürokratie zu enttäuschen oder die Lehrplanentwickler. Hier ist Pioniergeist gefragt, da es eine Menge an Inspiration braucht, um Beamte an Themen wie Veränderungen heranzuführen. So lange in den Ländern nicht mutig geliefert wird, bleiben alle Versprechen der Bundes FDP leere Worte.
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