StiftungUS-Strafzölle

Eine Trump-Frontalattacke muss abgewehrt werden

ContainerschiffeEine Trump-Frontalattacke auf die bewährten Prinzipien der WTO muss abgewehrt werden.

Das hat Europa gerade noch gefehlt. Nach Monaten der diskreten transatlantischen Verhandlungen kommt es doch zu Strafzöllen der Amerikaner auf Stahl und Aluminium. Damit ist klar: Trump meint es ernst. Die Antwort kann nach Ansicht des stellv. Vorstandsvorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Karl-Heinz Paqué, nur lauten: "Wir in Europa meinen es auch ernst - und zwar mit dem Einsatz für den freien Welthandel im bewährten Rahmen der WTO." Er fordert von Europa Entschlossenheit und Einheit, aber auch neue Wege.

Er rät: Nerven bewahren. Es komme eben alles drauf an, wie es weitergeht. Für Paqué sind zunächst zwei strategische Leitlinien wichtig: Zum einen muss stets die Tür zu Verhandlungen offen bleiben, einen Automatismus der Eskalation darf es nicht geben, auch nicht wenn die Amerikaner die Lage weiter zuspitzen. Zum anderen muss inhaltlich klar sein, über was verhandelt werden sollte. Die Antwort lautet: über ein transatlantisches Freihandelsabkommen, nennen wir es TTIP 2.0. Das ist ein sehr gutes Angebot an die USA, denn das Zollniveau der EU gegenüber Amerika ist in der Tat höher als umgekehrt.

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