FDPWahlkampftour

Endspurt: Die Wahlkampftour der Freien Demokraten

FDP auf dem Römerberg in FrankfurtFDP-Wahlkampf in der Endspurt-Woche auf dem Römerberg in Frankfurt
21.09.2017

Die Wahlkampftour der Freien Demokraten über die Plätze diese Republik neigt sich dem Ende zu: Wer FDP-Chef Christian Lindner noch nicht getroffen hat, kann das diese Woche in München, Karlsruhe, Mainz, Düsseldorf, Bonn, Bergisch Gladbach und Koblenz noch schnell nachholen. Am Montag setzte er in Frankfurt und Nürnberg das Zeichen: Mit den Freien Demokraten ist wieder zu rechnen. Auf dem Römerberg in Frankfurt erwarteten ihn weit über 400 begeisterte Menschen, bis in die Haarspitzen gespannt und motiviert. "Die FDP zieht wieder", merkte ein Beobachter an.

Schon auf dem Sonderparteitag der FDP in Berlin am Sonntag erzähte Lindner: "Zuversicht mit Blick auf die nächste Woche geben mir weniger die Umfragen. Es sind mehr unsere Veranstaltungen, wo so viele Menschen kommen." Eine ähnliche Beobachtung haben auch Journalicten gemacht. "Viele junge Leute, die den FDP-Chef vor allem aus den sozialen Medien im Internet kennen, sind aus der gesamten Region auf den Römerberg gekommen, um ihn einmal live zu erleben", schreibt Günter Murr in der Frankfurter Neuen Presse. Er stellt fest, dass das was Lindner vorträgt, nicht neu sei. Aber das hat auch schon Spiegel TV zuvor in einem Porträt über Lindner hautnah erleben dürfen.

In den Berichten klingt aber der Respekt für den FDP-Chef durch: "Lindner redet fast eine Stunde lang, ohne Manuskript, manchmal hat er eine Hand lässig in der Hosentasche. Er macht deutlich, dass er Politik für die breite Mitte machen wolle, Politik-Pop sozusagen. Bedauerlicherweise, sagt er, werde im Wahlkampf aber viel zu viel über Flüchtlinge und Manager gesprochen, 'also über die Ränder der Gesellschaft'".

Georg Leppert von der Frankfurter Rundschau wiederum ist beeindruckt von Lindners Fähigkeiten als Entertainer. Er wisse "sein Publikum durchaus zu unterhalten. Mit kleinen Geschichten, etwa über seinen Umzug innerhalb Berlins ('nur drei Straßen weiter'). Dreieinhalb Stunden habe er auf dem Amt zugebracht, um sich umzumelden, und als er endlich an der Reihe war, sei der Windows-95-Rechner der Sachbearbeiterin abgestürzt, weshalb er unverrichteter Dinge wieder gegangen sei. So eine Geschichte kann man in allen Details glauben oder nicht. Für viele Lacher und die Kritik an zu viel Bürokratie und veralteten Strukturen der Behörden taugt sie allemal."

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