FDPWirtschaftspolitik

Energiekooperation mit Algerien

Dr. Philipp RöslerDr. Philipp Rösler
03.03.2013

Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat mit einer Wirtschaftsdelegation die algerische Hauptstadt Algier besucht. Im Mittelpunkt des Treffens mit algerischen Regierungsvertretern stand eine engere Kooperation zwischen Algerien und Deutschland im Bereich Energie. Rösler bot dem rohstoffreichen Land eine Energie-Partnerschaft an, wie sie bereits mit Marokko und Tunesien besteht.

"Algerien ist für uns ein besonders wichtiger Partner in der Region", unterstrich der Wirtschaftsminister. Die Energie sei dabei ein zentrales Feld der strategischen Zusammenarbeit. In den Bereichen Öl, Gas, konventionelle Elektrizitätserzeugung und dem Feld der Erneuerbaren Energien lägen "enorme Möglichkeiten" für beide Partner.

Der Energiebedarf in dem nordafrikanischen Land wird in Zukunft weiter steigen. Algerien hat, um seine nationale Energieversorgung auch in Zukunft zu sichern, einen Energie-Masterplan entwickelt. Dabei wird sowohl auf konventionelle Stromerzeugung als auch auf Erneuerbare Energien gesetzt. Der Wirtschaftsminister sieht hierin eine Chance, deutsches Know-how zu exportieren. Er erklärte: "Deutsche Firmen stehen Algerien bei der Durchführung seines Energie-Masterplans zum Ausbau der Elektrizitätsversorgung als Partner zur Verfügung."

Hintergrund:

Seit 2011 besteht zwischen Deutschland und Algerien eine Gemischte Wirtschaftskommission, die das gesamte Spektrum der Wirtschaftsbeziehungen abdeckt und sich jährlich trifft. Die nächste Sitzung wird unter der Leitung der Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Anne Ruth Herkes, und dem algerischen Industrieminister, Cherif Rahmani, im ersten Halbjahr 2013 in Berlin stattfinden.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das nach einem Angriff von Islamisten auf ein Gasfeld in der Sahara das nordafrikanische Land besucht. Seitdem ist fraglich, ob Algerien infolge des Mali-Konflikts westliche Milliarden-Investitionen und Mitarbeiter ausländischer Konzerne ausreichend schützen kann.

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