FDPAktion

Enkelfitte Rente statt teurer Wahlgeschenke

Bei sommerlichen Temperaturen und mit Hilfe eines Bunsenbrenners gingen „GroKo“ und „Rente mit 63“ dem Generationenvertrag an den Kragen.

Aktion gegen das Rentenpaket

26.05.2014 - 09:51

Mit einer aufsehenerregenden Aktion protestierten die Liberalen vor dem Brandenburger Tor gegen die zeitgleich stattfindende Verabschiedung des schwarz-roten Rentenpakets. „Wir wollen eine enkelfitte Rente, statt teurer Wahlgeschenke“, brachte FDP-Chef Christian Lindner die liberale Kritik auf den Punkt. JuLi-Chef Konstantin Kuhle äußerte harte Kritik: „Selten ist in Deutschland so offenkundig Politik gegen Vernunft und Verstand gemacht worden.“

Der Bundestag beschließe das größte Rentenpaket „seit Adenauers Zeiten“, stellte Lindner vor der Hauptstadtpresse klar. Während Deutschland anderen EU-Ländern dazu rate, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, werde im Bundestag das Gegenteil beschlossen. Der Liberale warnte, dass so die Glaubwürdigkeit Deutschlands in der EU untergraben werde.

Das Rentenpaket, zu dem die abschlagsfreie Rente mit 63 und die Mütterrente zählen, komme nur einer Generation zugute, so Lindner. Rentner, Arbeitnehmer und zukünftige Generationen müssten dann dafür aufkommen. "Das Rentenpaket ist teuer, ungerecht und gegen Altersarmut wirkungslos", führte er aus. Diese Politik treibe einen Keil zwischen Jung und Alt und kündige den Generationenvertrag fristlos auf, kritisierte der Liberale.

"Mit großer Abgebrühtheit sind die Warnungen selbst der Experten der Rentenversicherung vom Tisch gefegt worden", erklärte der FDP-Chef. Er warf den Bundestagsabgeordenten vor, ihrer Verantwortung, die Sozialsysteme enkelfit zu machen, nicht gerecht geworden zu sein.

Enkelfitte Rente statt teurer WahlgeschenkeEnkelfitte Rente statt teurer Wahlgeschenke

Die FDP hat einen konkreten Gegenvorschlag gemacht: Eine flexible Rente, die es jedem zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr selbst überlässt, wann er in Rente gehen möchte. Lindner stellte klar: „Die alten Schablonen passen immer weniger auf die Menschen.“ Die Zeit sei reif für mehr Selbstbestimmung, konstatierte Lindner.

 

 

Junge Liberale kritisieren Rentenpaket

„Seit Wochen versuchen Union und SPD mit herzerwärmender Sozialrhetorik darüber hinweg zu täuschen, dass ihr Gesetz vor allem eines ist: Klientelpolitik par excellence“, stellte der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Konstantin Kuhle, klar. Statt Verbesserungen für alle Generationen, wie es der wohlklingende Name des Gesetzes vermuten lasse, gebe es „eine massive Lastenverschiebung von Alt zu Jung“.

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