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Europas wirtschaftliche Stärke ausbauen

Europa muss wirtschafts- und handelspolitisch stärker werdenEuropa muss wirtschafts- und handelspolitisch stärker werden
30.05.2018 - 17:30

Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, hat eine klare Vorstellung, wie eine zukunftsfitte Industriepolitik auf europäischer Ebene aussehen könnte. Diese müsse faire Wettbewerbsregeln schaffen und durchsetzen sowie Freihandel konsequent unterstützen, schreibt er in einem Gastbeitrag für freiheit.org. "Es geht darum, unternehmerische Kraft zu entfalten und nicht darum, unternehmerische Schwäche zu subventionieren", betont er. "Und es geht darum, gerade in der angespannten derzeitigen Situation, die handelspolitische Geschlossenheit und Stärke der Europäischen Union auszubauen."

Die Industrie dürfe die Weiterentwicklung Europas dabei nicht auf einen Wunschzettel reduzieren: "Wer Wirtschaftspolitik nur als Voraussetzung begreift, den eigenen Nutzen zu maximieren, wird die Freiheit verspielen, die Grundlage unternehmerischen Handelns ist." Vielmehr müssten sich auch die Entscheidungsträger der Industrie für die europäische Idee einsetzen, fordert Holthoff-Pförtner. Es gelte, Europa dort stark zu machen, wo es im Moment schwach sei: "Auf den Straßen des Ruhrgebiets, in den von Jugendarbeitslosigkeit besonders betroffenen Regionen Südeuropas – überall dort, wo Abstiegsängste grassieren und die international vernetzte Wirtschaft als Bedrohung und nicht als Quelle des Wohlstands angesehen wird."

Zur langfristigen Sicherung dieses Wohlstands sieht er jedoch konkrete Handlungsfelder. Notwendig seien starke Verbraucher- und Datenschutzstandards, Bürokratieabbau, deutliche bessere Gigabit- und Verkehrsinfrastruktur, die Weiterentwicklung des Energiemarktes und eine moderne Forschungs- und Innovationspolitik. Lesen Sie mehr über seine Empfehlungen im Gastbeitrag auf freiheit.org. (ch)

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