FDP"Scharia-Polizei"

Extremisten entschlossen entgegentreten

Christian LindnerChristian Lindner fordert konsequentes Durchgreifen

In Wuppertal sorgt eine salafistische „Scharia-Polizei“ für Verunsicherung. Ein islamistischer Prediger hat eine kleine Gruppe von Anhängern um sich versammelt, die nachts durch die Straßen ziehen und religiöse Hinweise verteilen. Dieser Missionsdrang der Salafisten löst bei den Liberalen Besorgnis aus. FDP-Chef Christian Lindner stellte klar, dass Freiheit und Toleranz in Deutschland geschützt werden müssten.

Linder warnte davor, die Gefahren des extremistischen Islamismus zu unterschätzen. „Man hat den Eindruck, dass die Salafisten gerne vom Sozialstaat profitieren, aber ansonsten über die Nachsicht unserer offenen Gesellschaft lachen. Sie interpretieren Toleranz als Schwäche.“ Dabei dürfe es nicht bleiben, konstatierte er.

Weil in Deutschland ein respektvolles, friedliches Miteinander mit Millionen Muslimen herrsche, „muss sich die liberale Gesellschaft gegen religiösen Extremismus mit allen Mitteln zur Wehr setzen“, unterstrich Lindner. Er forderte: „Die Behörden und insbesondere der Verfassungsschutz müssen ihre Aktivität gegen die gefährliche Splittergruppe der Salafisten intensivieren.“

NRW: Aktuelle Stunde zum "Scharia-Polizei"

„Dem Versuch der selbst ernannten Scharia-Polizei, Menschen in Deutschland ihre Werte aufzuzwingen, muss mit aller Entschiedenheit begegnet werden“, erklärte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Joachim Stamp. Er erklärte, dass die Gesellschaft den religiösen Fanatikern deutlich aufzeigen müsse, „dass wir ihre Aktivitäten nicht dulden“. Die FDP-Fraktion werde deswegen zum Anwachsen der Extremisten-Szene und dem Auftreten der „Scharia-Polizei“ in Wuppertal kommende Woche eine aktuelle Stunde im Landtag beantragen, kündigte Stamp an.

Kommentare (3)

Kai Kochmann
09.09.2014 - 19:04
Ich bin Christian Lindner dankbar, dieses Thema auf die politische Agenda zu bringen. Ein unerträglicher Zustand, wie wir Deutsche in demütiger Toleranz eine klare Positionierung vermeiden: die GroKo versäumt vollkommen, diesen Diskurs zu führen: Wofür steht die Bundesrepublik? Wo und wie ziehen wir Grenzen, wenn unsere Freiheit und Gastfreundschaft missbraucht werden? 75 Jahre nach der furchtbaren Erfahrung des 3. Reiches haben wir den Auftrag, unsere Demokratie zu verteidigen. Dazu müssen wir nicht zum Hindukush reisen. Wehrhaftigkeit und Zivilcourage braucht es hier in Deutschland. Die GroKo wiegt die Bevölkerung in Sicherheit , wo derzeit klare Worte der Bundeskanzlerin nötig wären. "Das ist absolut nicht in Ordnung" war alles was Frau Merkel einfiel. Das klingt verharmlosend nach Ordnungswidrigkeit. Ich erlebe es als Angriff auf die Freiheit und innere Sicherheit. Danke Herr Lindner für ihre Worte!
Barbara Lieser
09.09.2014 - 18:53
Viele Menschen, die nach Deutschland kommen genießen ( aus der Erfahrung des Gegenteils) die Freiheiten, die Rechtssicherheit und die Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung in unserem Land. Oft sind sie besonders motiviert, es hier zu etwas zu bringen, werden aktiv und streben zäh nach Aufstieg. Das ist ein unschätzbarer Gewinn für unser Land. Diese Bürger werden nicht wortlos zusehen, wie radikale und vordemokratische Bewegungen ihr Bild diskreditieren. Diese Bürger, die aus Überzeugung hier leben und dieses Land und die freiheitliche Demokratie schätzen sollten wir verstärkt zu Wort kommen lassen. Moderne und tolerante Muslime, gut ausgebildet und integriert, können den Irregeleiteten am überzeugendsten entgegentreten.
Kochmann
09.09.2014 - 18:45
Ich bin Christian Lindner dankbar, dieses Thema auf die politische Agenda zu bringen. Ein unerträglicher Zustand, wie wir Deutsche in demütiger Toleranz eine klare Positionierung vermeiden: die GroKo versäumt vollkommen, diesen Diskurs zu führen: Wofür steht die Bundesrepublik? Wo und wie ziehen wir Grenzen, wenn unsere Freiheit und Gastfreundschaft missbraucht werden? 75 Jahre nach der furchtbaren Erfahrung des 3. Reiches haben wir den Auftrag, unsere Demokratie zu verteidigen. Dazu müssen wir nicht zum Hindukush reisen. Wehrhaftigkeit und Zivilcourage braucht es hier in Deutschland. Die GroKo wiegt die Bevölkerung in Sicherheit , wo derzeit klare Worte der Bundeskanzlerin nötig wären. "Das ist absolut nicht in Ordnung" war alles was Frau Merkel einfiel. Das klingt verharmlosend nach Ordnungswidrigkeit. Ich erlebe es als Angriff auf die Freiheit und innere Sicherheit. Danke Herr Lindner für ihre Worte!
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