FDPInternationaler Frauentag

Frauen verdienen gleiche Chancen auf Selbstverwirklichung

Katja Suding und Lencke SteinerKatja Suding und Lencke Steiner fordern eine fortschrittlichere Frauenpolitik in Deutschland
08.03.2017 - 15:09

Weiblich sein bedeutet in unserer Gesellschaft nach wie vor Benachteiligungen. "Deshalb kämpfen wir Freien Demokraten für volle Gleichberechtigung und bessere Chancen für Mädchen und Frauen", erklärt FDP-Vize Katja Suding zum Internationalen Frauentag. Für sie gilt: Im Jahr 2017 müsse die Selbstverwirklichung in allen Bereichen des Lebens möglich sein. "Grundlage dafür ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, durch umfangreiche Betreuungsangebote und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung", verdeutlicht Suding.

Bei diesem Ziel helfe unter anderem die Digitalisierung, so die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende weiter. Die Weiterentwicklung dieser Möglichkeiten wäre aus ihrer Sicht der richtige Ansatzpunkt "für die SPD-Ministerinnen Schwesig und Nahles, statt Gesetzes-Aktionismus, bürokratische Überregulierung und eine Symbol-Quote für Aufsichtsräte", gab Suding zu bedenken. "Von der angedrohten Verschärfung der gesetzlichen Quote ganz zu schweigen."

Für mehr Wertschätzung und auch Selbstvertrauen

Per Facebook-Liveschalte meldete sich auch Lencke Steiner, FDP-Bürgerschaftsfraktionschefin in Bremen, zu Wort. "Ich freue mich, dass es den Weltfrauentag gibt", bemerkte Steiner. Bedarf daran sieht sie durchaus. Steiner erinnerte unter anderem an den Bremer Wahlabend und konstatierte: "Es wird niemand so krass aufs Aussehen reduziert, wie wir Damen." Nach der Hochrechnung sei sie zur ARD ins Hauptstadtstudio gegangen, und gleich mit der Behauptung begrüßt worden, sie habe doch nur die Wahl gewonnen, weil sie hübsch sei. Steiners Antwort: "Entschuldigen Sie mal bitte? Was hat das denn bitte mit Qualität und Überzeugung zu tun?" Eine ähnliche Unterstellung gegenüber beispielsweise einem männlichen Vorstandsvorsitzenden habe sie noch nie erlebt.

Aber auch Frauen selbst müssten sich mehr zutrauen, um voranzukommen: "Wir Mädchen machen bessere Abschlüsse, wir können total viel, und trotzdem trauen wir uns nicht so viel zu, weil wir immer noch so im Hinterkopf haben, 'Bin ich die Richtige? Bin ich alt genug? Kann ich dies, kann ich jenes?'" Auch sie spüre manchmal innerlich diese Frage der Zugehörigkeit bei der Teilnahme an Veranstaltungen mit führenden Experten. Steiner plädierte aber dafür, mehr Selbstbewusstsein an den Tag zu legen und stärker an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Sie rät Frauen außerdem dazu, auch andere Frauen zu unterstützen und mehr Vermittlung von gegenseitigen Kontakten und beruflichen Möglichkeiten zu betreiben, statt die Kraft des Netzwerkens den Männern zu überlassen. "Ich wünsche euch Mädels einen frohen Frauentag: Traut euch was zu, habt Mut, macht richtig was!"

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