Frauenpolitik

Frauen aller Altersklassen lächelnd© Foto: Shutterstock

Liberale Frauenpolitik bedeutet, das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" durchzusetzen. Es ist mit nichts zu rechtfertigen, dass Frauen bei der Entlohnung immer noch schlechter gestellt sind als Männer. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Frauen sowohl  die besseren Schulabschlüsse als auch die besseren Hochschulabschlüsse erreichen.

Zu Beginn des Berufslebens liegen die geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede nur bei rund 2 Prozent, addieren sich aber im Lebensverlauf auf 22 Prozent. Dabei sind die unterschiedlichen Ursachen zu berücksichtigen. Sie beginnen bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Frauen entscheiden sich häufig für schlechter bezahlte Berufe wie Verkäuferin, Arzthelferin oder Friseurin. Zu den Lohnunterschieden tragen aber auch die Unterbewertung von klassischen Frauenberufen bei, beispielsweise im sozialen Bereich, sowie Erwerbsunterbrechungen wegen der Kindererziehung und Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies reicht bis hin zu schlechteren Aufstiegschancen – auch von kinderlosen Frauen. Die Bekämpfung der Ursachen für Gehaltsunterschiede ist vorrangiges Ziel der Frauenpolitik.

Hauptaugenmerk liberaler Frauenpolitik liegt daher bei der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, der Familienpflegezeit und der Förderung von Betriebskitas hat die Bundesregierung dazu wichtige Impulse gesetzt.

Mit dem Instrument Logib-D steht Unternehmen ein kostenloses Tool zur Verfügung, um Entgeltungleichheiten im Betrieb zu erkennen. Mit Kampagnen wie „Komm, mach MINT“ werden Mädchen gezielt für die – meist besser bezahlten – Ingenieur- und Technikberufe geworben.

Die FDP setzt sich dafür ein, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst erhöht wird. In den vergangenen Jahren ist viel passiert – auch ohne gesetzliche Frauenquote. Der Anteil der Frauen an den Aufsichtsratsposten der Unternehmen im DAX, M-DAX, S-DAX und Tech-DAX ist in den Jahren 2011 und 2012 um 63 Prozent gestiegen. Im April 2013 waren 263 von 1622 Positionen mit Frauen besetzt (16,2 Prozent) Das ist noch zu wenig, aber eine beeindruckende Entwicklung. Die gesetzliche Frauenquote bleibt die falsche Antwort. Deutschland braucht keine Quotenfrauen, sondern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Karriere. Das schafft Freiräume für viele und nicht Vorstandsposten für wenige. Frauen wollen durch ihre eigene Leistung vorankommen und nicht durch ein staatliches Plansoll. Viele Unternehmen haben das längst erkannt und umgedacht. Deshalb ist die Frauenquote vor allem ein Gängelband für Unternehmen und Mittelstand, die mit Berichtspflichten zusätzlich belastet werden. Die Verwaltung ist hingegen fein raus. Offensichtlich geht es also auch ohne gesetzliche Quote.

Die Liberalen setzen sich weiterhin für flexible Teilzeitmodelle ein, die für Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv sind - auch in Leitungspositionen, um mehr Wahlfreiheit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Pflege und Beruf zu ermöglichen.

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