FDPInnovationskongress

Kraftakt für eine neue Gründungskultur

Christian LindnerFür Christian Lindner sind Gründungen "Hefe im Teig"

Gründungen sind für eine dynamische Volkswirtschaft sehr wichtig. Allerdings hinkt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern zurück. Die FDP-Landtagsfraktion in NRW hat bei einem Innovationskongress mit Gründern und Experten darüber diskutiert, wie der Kraftakt für eine neue Gründungskultur gelingen kann. Christian Lindner, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion forderte einen Mentalitätswechsel: „In einem Umfeld, in dem Erfolg zu Neid und ein Scheitern lediglich zu Häme führen, gedeihen weder der Mut noch der Unternehmergeist für eine steigende Zahl von Gründungen.“

Volles Haus

Die FDP-Landtagsfraktion hat einen hochkarätig besetzten Innovationskongress veranstaltet, bei der die Gründe für die schwach ausgeprägte Gründungskultur analysiert sowie neue Lösungsansätze entwickelt wurden. Zu Gast beim renommierten Startup- und Gründungsinkubator "Startplatz Köln" und seinem Geschäftsführer Dr. Lorenz Gräf betonten der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Christian Lindner sowie Dr. Stefan Groß-Selbeck, laut Manager Magazin "einer der bekanntesten deutschen Internet-Manager", die Notwendigkeit eines Kraftakts für mehr Unternehmensgründungen in Deutschland.

Dieser müsse sowohl in den Köpfen - also im Bereich der Bildungs- und Wissenschaftspolitik - als auch beim Zugang zu Kapital stattfinden. Vor allem aber sei auch eine neue Kultur vonnöten. In einem Umfeld, in dem Erfolg lediglich zu Missgunst und ein Scheitern lediglich zu Häme führe, gedeihe weder der nötige Mut noch der nötige Unternehmergeist für eine steigende Zahl von Unternehmensgründungen.

Hochkarätig besetzter Innovationskongress

In einer spannenden Podiumsdiskussion betonten die Unternehmerin Marie-Christine Ostermann, der Venture-Capital-Experte Jörg Binnenbrücker, der stellvertretende Vorsitzende  des Bundesverbands Deutsche Startups Thomas Bachem sowie der Beauftragte der Landesregierung für die digitale Wirtschaft Prof. Dr. Tobias Kollmann ebenfalls diese Notwendigkeit. Aber auch die Politik könne an einer neuen Gründungskultur mitwirken. So sei ein Abbau bürokratischer Hemmnisse für neue bzw. junge Unternehmen erforderlich, etwa im Bereich des Steuerrechts sowie der Berichtspflichten. Darüber hinaus müsse Unternehmergeist bereits in der Schule vermittelt werden.

Ein Schulfach, in dem verstärkt wirtschaftliche und unternehmerische Kompetenzen vermittelt werden, sei längst überfällig. In einer offenen Diskussionsrunde, die das zahlreich anwesende Publikum einschloss, wurde daran anknüpfend die Bedeutung von Kooperationen zwischen Startup-Unternehmern, zwischen jungen mit etablierten Unternehmen und zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie von den daraus entstehenden Netzwerke herausgearbeitet.

Kommentare (2)

Andreas Nestel
16.12.2014 - 21:35
Hallo Herr Lindner, Liebes FDP Team Klasse weiter so. Die Gründerszene könnte wahrlich mehr Unterstützung durch die politischen Rahmenbedingungen gebrauchen. Ganz abgesehen davon, dass unsere Gesellschaft, im Gegensatz zur US amerikanischen, ein unternehmerisches Scheitern immer noch negativ konnotiert sieht. Im Gegenteil - nur jemand der versucht gewinnt , getreu dem Motto "No Risk , no Fun". Viele Grüße, Andreas Nestel
Gründungskultur
15.12.2014 - 12:27
Es wird immer von Gründungskulturen gesprochen. Will sich aber jemand selbstständig machen, werden vom Gesetzgeber erhebliche Sperren eingebaut. Ich nenne Ihnen nur ein Stichwort "Selbstständige Bilanzbuchhalter". Weshalb dürfen diese keine Jahresabschlüsse tätigen oder USt-VA erstellen? Haben Sie darauf eine Antwort? Hier sollte die FDP mal eingreifen.
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