Landwirtschaft

Goldene Felder© Foto: Shutterstock

Die FDP hat das Leitbild einer unternehmerischen, mittelständisch geprägten Landwirtschaft. Die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik soll die neue Förderperiode bis 2020 auf ein neues Fundament stellen. Wir wollen dabei das 2-Säulenmodell erhalten: Direktzahlungen der ersten Säule und ko-finanzierte Zahlungen für benachteiligte Gebiete und besondere Umweltleistungen in der zweiten Säule. Wir wollen die unternehmerische Landwirtschaft stärken, Regulierung und Bürokratie abbauen und die Direktzahlungen ab 2020 schrittweise reduzieren. Dafür ist eine stärkere Marktorientierung erforderlich. Die Bereitstellung öffentlicher und für die Gesellschaft nützlicher Güter durch Landwirte soll weiterhin honoriert werden.

Landwirtschaft und Gartenbau sorgen für eine regionale Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Wir wollen die Wertschöpfung aus der Landwirtschaft erhöhen, die Entwicklung innovativer Produkte fördern, unternehmerische Aktivitäten in der Direktvermarktung, in Naherholung und Tourismus stärken und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ausbauen.

Um die Herausforderungen der weltweiten Sicherung der Ernährungsgrundlagen und des Klimaschutzes zu bewältigen, ist die Hinwendung zu Innovationen sowohl bei der Züchtung wie bei der Fortentwicklung der Agrartechnik erforderlich. Die Minderung der Naturbelastung, die Erhöhung der Standards in der Nutztierhaltung und der vermehrte Einsatz nachwachsender Rohstoffe erfordern eine verstärkte Forschung. Wir stehen für eine an der Praxis orientierte Agrarforschung und einen verbesserten Wissenstransfer. Die FDP tritt für die verantwortbare Nutzung der Grünen Gentechnik in der Landwirtschaft ein. Die Zulassungsverfahren auf EU-Ebene müssen wissenschaftlichen Kriterien genügen. Die gegenwärtig in der EU praktizierte Nulltoleranz gegenüber sicherheitsbewerteten, aber in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Sorten verursacht hohe Kosten, schadet heimischen Unternehmen und bringt keine Vorteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir wollen sie durch die Einführung eines Toleranzschwellenwertes nach Schweizer Vorbild ersetzen. Die "ohne Gentechnik"-Kennzeichnung ist Verbrauchertäuschung. Wir wollen auf EU-Ebene durch eine Positivkennzeichnung für mehr Transparenz sorgen.

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