FDPFachkräftemangel

Mit Bildung und Einwanderungsgesetz gegen Fachkräftemangel

AuszubildenderNach wie vor sind in Deutschland viele Ausbildungsstellen unbesetzt.
18.07.2018

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer fordert einen Aufbruch in der Bildungspolitik und ein modernes Einwanderungsrecht. Auf den demographischen Wandel folgt der Fachkräftemangel, erklärt Sie im Interview mit dem Main Echo. Und dieser bedroht unseren Wohlstand. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und Automatisierung Produktionsprozesse in den Unternehmen. Die Folge: Altgediente Berufsprofile fallen weg, neue kommen hinzu. "Wir müssen deshalb erstens dringend in Bildung investieren, um die Fachkräfte ausreichend zu qualifizieren. Zweitens braucht es endlich ein Einwanderungsrecht mit Punktesystem. Dann können wir diejenigen Fachkräfte anwerben, deren Qualifikationen tatsächlich gebraucht werden", stellt Beer klar.

Sowohl das deutsche Bildungssystem als auch die Regeln, nach welchen nach Deutschland eingewandert werden darf, müssen sich endlich der heutigen Zeit und den aktuellen Bedarfen anpassen. Nach wie vor sind in Deutschland viele Ausbildungsstellen unbesetzt. "Deswegen arbeiten wir Freie Demokraten an einem Bildungssystem, das individuell fördert und fordert, damit jeder aus seinem Potenzial das beste herausholen kann. Das ist die Grundvoraussetzung für einen sozialen Aufstieg aus eigener Kraft“, sagt Beer. Durch adaptive Lernprogramme könnten Schüler individuell gefördert werden und früh feststellen, wo ihre Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten liegen.

Die Frage der Einwanderung nach Deutschland sei eine Frage der Wirtschaftsmigration und nicht des Asylrechts. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Einwanderungsgesetz geholfen hätte, die Asylkrise zu verhindern. Damit hätten wir faire und transparente Regeln, die den Leuten sagen: Wenn du das und das an Qualifikationen mitbringst, dann hast du eine reelle Chance, legal einzuwandern, einen Job zu finden, in Deutschland etwas aufzubauen", so Beer. Das derzeitige System in Deutschland sei ungeordnet.

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