StiftungInterview

Nach Iowa ist vor New Hampshire

Das Weiße Haus in Washington, Amtssitz des amerikanischen PräsidentenWer wird der nächste Bewohner des Weißen Hauses?
09.02.2016 - 11:45

Die Ergebnisse des Iowa Causus haben die ein oder andere Überraschung gebracht. Stiftungsexperte Claus Gramckow über die Aussichten der Kandidaten für die Vorwahl in New Hampshire. Im Interview mit "freiheit.org" erläuterte er, dass insbesondere der republikanische Kandidat Marco Rubio von seinem Wahlergebnis in Iowa profitiert habe. "Auf demokratischer Seite wird sich nach New Hampshire zeigen, ob Hillary Clinton weiter um ihre Kandidatur kämpfen muss oder ob es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie genügend Delegierte für den Nominierungsparteitag gesammelt hat."

In New Hampshire liege der republikanische Kandidat Donald Trump vorn, so Gramckow. "Jedoch sagt das wenig darüber aus, was am Dienstagabend wirklich passieren wird." Es könnte den Establishment-Kandidaten Marco Rubio, Jeb Bush, Chris Christie und John Kasich in die Karten spielten, dass sich viele Wähler erst kurzfristig entschieden. Der Stiftungsexperte erläuterte: "Auch wird sich zeigen, ob Trump seine starken Umfragewerte in die Realität umsetzten kann. In Iowa ist ihm das nicht gelungen. Für Senator Cruz, dem Sieger des Iowa Caucus, ist New Hampshire ein schweres Wählerterrain. Die Wählerstruktur ist eher moderat und nicht so konservativ wie die in Iowa."

Bei den Demokraten gelte Bernie Sanders als Lokalmatador, führte Gramckow aus. "Ein knapper Sieg oder eine Niederlage könnte das frühe Aus für Sanders Kampagne bedeuten. Daher muss er die Wähler unbedingt überzeugen."

Das Kandidatenfeld verkleinert sich

Nach den Primaries in New Hampshire würden weitere republikanische Kandidaten das Ende ihrer Kandidatur verkünden, prognostizierte der Stiftungsexperte. Die Republikaner Rand Paul, Rick Santorum und Mike Huckabee und der Demokrat Martin O’Malley hätten ihre Kandidatur bereits nach Iowa zurückgezogen. "Damit wird es nach New Hampshire deutlicher, welche Bewerber ernsthaft weiter um die republikanische Präsidentschaftsnominierung kämpfen werden."

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