Pflegepolitik

Alte Hand greift junge Hand© Foto: Shutterstock

Jeder Mensch muss in Würde gepflegt werden. Dafür brauchen Pflegende Zeit. Die beruflichen Rahmenbedingungen müssen konsequent verbessert und entbürokratisiert werden. Unser Ziel ist eine an den Bedürfnissen der Menschen und am Ergebnis orientierte eigenverantwortliche Pflege. Dies muss auch bei den Qualitätsprüfungen in den Pflegeeinrichtungen im Mittelpunkt stehen.

Der Pflegeberuf muss attraktiver werden. Dazu gehört auch, die Ausbildung der Pflegeberufe zusammenzulegen.

Die Organisation der häuslichen Pflege muss verbessert werden, damit Pflegebedürftige möglichst lange in der gewünschten Umgebung leben können. Für mehr Selbstbestimmung und Wahlfreiheit wollen wir die Einführung eines Pflegebudgets, mit dem Pflegebedürftige und ihre Angehörigen flexibel die Pflege gestalten können.

Die gesetzliche umlagefinanzierte Pflegeversicherung (GPV) steht vor dem Kollaps. Es ist absehbar, dass die schrumpfende erwerbsfähige Bevölkerung die Pflege der immer älter werdenden Gesellschaft nicht mehr finanzieren kann. Deshalb muss mit einer individualisierten kapitalgedeckten Ergänzung der GPV Vorsorge für Zeiten mit höheren Pflegeausgaben getroffen werden. Die Rücklagen müssen vor dem Zugriff des Staates geschützt und krisensicher gestaltet werden. Die Pflegeversicherung wird in dieser Form einen verlässlichen Beitrag zur Teilabsicherung des Pflegerisikos leisten.

Die notwendigen Verbesserungen in der Pflege, wie die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und die gerechtere Einbeziehung von Pflegebedürftigen mit psychischen und geistigen Einschränkungen in die Pflegeversicherung, können nur über ein demographiefestes Finanzierungssystem realisiert werden. Nur so können Leistungskürzungen oder drastische Beitragserhöhungen vermieden werden.

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