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Pinkwart will 2020 ein neues Programm für Mittelständler auflegen

Andreas PinkwartAndreas Pinkwart will 2020 ein neues Programm für Mittelständler auflegen

Der nordrhein-westfälische Minister für Digitalisierung, Andreas Pinkwart, will die Menschen des Landes aktiv in die Entwicklung der digitalen Zukunft NRWs mit einbeziehen. Zu seiner Strategie gehört dabei unter anderem das erfolgreiche Förderprogramm „Mittelstand.innovativ!“Damit der Mittelstand den Anschluss an die Digitalisierung nicht verliert, fördert das Land NRW Seit 2017 kleine und mittlere Unternehmen. "Unsere Maßnahme hat ihr wichtigstes Ziel erreicht: Das Thema "Digitalisierung" breit bei kleinen und mittleren Unternehmen ins Bewusstsein zu bringen“, zieht Pinkwart im Interview mit dem Generalanzeiger eine Zwischenbilanz.

Nordrhein-Westfalen hat 2018 die bislang unangefochtene Start-up-Hauptstadt Berlin vom Thron gestoßen, plant zusammen mit Bayern ein Netzwerk zur Erforschung Künstlicher Intelligenz und hat zudem eine neue E-Government-Strategie verabschiedet. Nach einigen Startschwierigkeiten bei der digitalen Transformation ist das Land auf dem Weg an die nationale Spitze.  Motor dieser Transformation ist Andreas Pinkwart. Im Interview mit dem Generalanzeiger erklärt er,  welche Punkte ihm für die Zukunft wichtig sind und auf welche Projekte er sich  konzentrieren will, die den größten Schub in Richtung Digitalisierung bedeuten. "Themen wie Big Data und künstliche Intelligenz (KI) sind dabei für mich quasi gesetzt.“

Große Chancen für das Handwerk

Im ersten Jahr seit Bestehen  des Förderprogramms konnten  fast 400 Unternehmen mit einem Finanzierungsvolumen von weit über 100 Millionen Euro bei ihrer Digitalisierung unterstützt werde, sagt Pinkwart. Zurzeit liege der Zinssatz für Unternehmen der besten Bonitätsklasse bei null Prozent – "meines Wissens ein einzigartiges Angebot in Deutschland“, ist er stolz. Die Mittel seien für dieses Jahr noch einmal verdoppelt worden, um die bereits vorliegenden Anträge auf Gutscheine und Assistenten in den kommenden Monaten noch positiv bescheiden zu können. "Wir wollen dann bis Ende des Jahres das Programm evaluieren und planen anschließend eine Fortführung mit einer noch stärkeren Fokussierung“, kündigt er an.

Dem Handwerk misst er dabei eine zentrale Rolle zu: "Für das Handwerk bietet die Digitalisierung große Chancen in Richtung einer individualisierten Industrialisierung mit der Losgröße Eins. Das Handwerk kann computerunterstützt planen und es mit entsprechendem Gerät, etwa auf einer digitalen Fräse oder einem 3-D-Drucker, gleich umsetzen. In der Werkstatt entstehen so fast schon industriell vorgefertigte Teile, die später montiert werden. Das erhöht die Produktivität enorm“, fasst er zusammen.

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