FDPTönnies-Skandal

Schlachtbetrieb Tönnies muss Verantwortung übernehmen

Linda Teuteberg, GeneralsekretärinDer Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer haben die Erstattung von Lohnkosten beantragt. Die Freien Demokraten haben dafür kein Verständnis.​
14.07.2020

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück steht der Unternehmer massiv in der Kritik. Der Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer haben nun die Erstattung von Lohnkosten beantragt. Die Freien Demokraten haben dafür kein Verständnis. FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg kritisiert, die Verantwortungslosigkeit des Unternehmens habe eine ganze Region in Geiselhaft genommen. "Ich finde es unanständig, sich auch noch auf Kosten der Steuerzahler schadlos halten zu wollen", forderte sie das Unternehmen auf, jetzt die Verantwortung zu übernehmen, die es zuvor beim Gesundheitsschutz habe vermissen lassen. FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer pflichtet ihr bei.​

Theurer hält eine Entschädigung zumindest für "moralisch sehr fragwürdig", wenn ein Unternehmen wie Tönnies durch "die unwürdigen Wohn-und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter offenbar selbst einer Pandemie Vorschub leistet und damit der ganzen Region massiven Schaden zufügt". Schon zuvor hatte Teuteberg gemahnt: "Herr Tönnies muss als Unternehmer seine Verantwortung wahrnehmen, für die Meldeketten und alles, was notwendig ist, um hier den Schutz sowohl seiner Mitarbeiter als auch der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten." Wichtig sei, dass es ganz generell regelmäßige Kontrollen gebe.​

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