FDPVerkehrsmanagement der Zukunft

Smarte Lösungen made in Rheinland-Pfalz

Auto vor WieseDigitale Lösungen verbessern den Verkehr in Rheinland-Pfalz
27.02.2020

Mit der Entwicklung von "Baustelleninfo digital“ hat Rheinland-Pfalz Pionierarbeit geleistet. Es ist das erste Bundesland, das eine digitale Baustelleninfo eingeführt hat. Am Donnerstag hat der zuständige FDP-Minister Volker Wissing das neue Baustelleninformationssystem freigeschaltet. Künftig werden alle vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz betreuten Baustellen samt Umleitungen digital erfasst und online abrufbar sein. "Das heißt mehr Sicherheit, weniger Staus, weniger Stress und damit mehr Lebensqualität", ist sich Wissing sicher. "Wir demokratisieren damit öffentliche Verkehrsdaten", sagte der Minister.

Wissing berichtete bei der Freischaltung des Portals von seinem ersten Arbeitstag in der Landesregierung. Ein Navigationsgerät habe damals seinen Dienstwagen auf dem Weg nach Mainz in eine Baustelle gelotst. Für solche Probleme sei nun in Rheinland-Pfalz eine Lösung gefunden.

Entscheidend für "Baustelleninfo digital" ist, dass beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) ab jetzt Anordnungen zu Baustellen nur noch einheitlich und digital erfasst werden. Diese Anordnungen, die laut LBM in der Regel vier Wochen bis 14 Tage vor dem Start von Arbeiten herausgehen, enthalten wichtige Informationen beispielsweise zu Tempolimits, Dauer und Länge einer Baustelle.

Früher sei all das in unterschiedlichen Formaten, teils auf Papier erfasst worden, außerhalb der jeweiligen Behörde habe kaum jemand davon gewusst, erklärte Wissing. "Das hat in der analogen Welt gereicht, in der digitalen Welt bleiben so Chancen ungenutzt." Für diese neue Erfassung wurden beim LBM Mitarbeiter geschult und viereinhalb neue Stellen geschaffen.

Wissing erinnerte daran, dass mit "Baustelleninfo digital“ nun schon das zweite digitale Verkehrsprojekt in Rheinland-Pfalz binnen der letzten Wochen freigeschaltet wurde. Anfang Februar startete das neue Lkw-Parkplatzbelegungssystem an der A 61. Beide Vorhaben sind Teil des EU-geförderten Projektes URSA MAJOR neo. In die neue Baustellen-Anwendung hat das Land rund 380.000 Euro investiert, weitere 90.000 Euro stellt die EU bereit.

"Rheinland-Pfalz hat die Nase vorn! Unsere digitalen Lösungen verbessern nicht nur den Verkehr in Rheinland-Pfalz – sie finden bundes- und europaweit Beachtung und liefern wichtige Erkenntnisse für das Verkehrsmanagement der Zukunft“, so Wissing.

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