Stadtentwicklung

Architekt bastelt an Wohnhausmodell© Foto: Shutterstock


Wir stehen für eine moderne, nachhaltige Stadt- und Raumentwicklungspolitik, die das Ziel verfolgt, unsere Städte und Gemeinden als Standorte des Arbeitens, des Wohnens und der Freizeitgestaltung fortwährend mit Leben zu erfüllen.


Die Städte und Gemeinden stehen vor neuen Herausforderungen, die sich aus der ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Modernisierung ergeben. Der demografische Wandel, die Globalisierung, die Anforderungen an den Klimaschutz, die Sicherung der Infrastruktur, die weiter zunehmende Verflechtung der Weltwirtschaft und die Verankerung der Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene werden zwar regional sehr unterschiedlich, aber schließlich für alle die Zukunftsaufgaben bestimmen.

In den Städten konzentrieren und verstärken sich die Folgen der weltweiten Veränderungen. Es gilt, die Veränderungen als Chance zu begreifen und sich den damit verbundenen Aufgaben aktiv zu stellen. Der Bund unterstützt die Herstellung nachhaltiger städtischer Strukturen mit Programmen zur Städtebauförderung. Die Ziele der Städtebauförderung: Stärkung der Innenstädte und Ortszentren, Bekämpfung von Wohnungsleerstand und Wiedernutzung von Brach- und Konversionsflächen, die Behebung sozialer Missstände in den Quartieren, aber auch die Stärkung der kleineren und mittleren Städte und Gemeinden werden durch die Programme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“; „Städtischer Denkmalschutz“; „Soziale Stadt“; „Stadtumbau Ost“; „Stadtumbau West“ sowie „Kleinere Städte und Gemeinden“ gefördert.

Besonders in strukturschwachen und schrumpfenden Regionen wächst die Bedeutung des städtischen Kerns. Hier können technische und soziale Einrichtungen zentral und damit relativ kostengünstig aufrechterhalten werden, was dem Rückgang der Bevölkerungszahl in diesen Regionen und den knappen Haushaltsmitteln Rechnung trägt. Damit auch diese Regionen attraktiv und lebenswert für Menschen jeden Alters bleiben oder wieder werden, müssen sich bestehende Wohnquartiere an den Bedürfnissen der veränderten Gesellschaftsverhältnisse orientieren. Aufgabe der Politik ist es deshalb, für diese Regionen einen grundsätzlichen Umbau der Stadtstruktur  zu überdenken und zu fördern.

Weitere große Herausforderungen ergeben sich für die Städte und Gemeinden durch die Energiewende. Da ca. 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudebereich entfallen, liegen die größten Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand. Der Bund unterstützt deshalb die energetische Gebäudesanierung in ganz besonderem Maße, z.B. durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm mit jährlich 1,5 Milliarden Euro. Aber auch die Städte haben diesbezüglich neue Aufgaben zu formulieren, z.b. in ihren integrierten Stadtentwicklungskonzepten. So ist die „Energetische Stadtsanierung“ ein unterstützendes Bundesprogramm zur Erfüllung dieser Aufgaben.

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