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Steuerzahler darf nicht für Missmanagement haften

Airberlin-Maschinen. Bild: Bellena / Shutterstock.comAir Berlin kränkelt weiter. Bild: Bellena / Shutterstock.com
09.06.2017 - 09:45

Air Berlin befindet sich weiter im finanziellen Sinkflug und sucht bei den Landesregierungen von Berlin und NRW staatliche Hilfe. FDP-Chef Christian Lindner sprach sich deutlich gegen eine Subventionierung des hoch verschuldeten Unternehmens aus. "Bürgschaften des Landes werden nicht wie Subventionen von der Politik nach Gutdünken vergeben werden", verdeutlichte er im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Die Verfahren für Bürgschaften sähen eine unabhängige Prüfung vor. "Im Fall von Air Berlin ist eine unternehmerische Perspektive noch nicht sichtbar", so sein Urteil.

Die Berliner Fluggesellschaft hat Schulden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro angehäuft, 2016 verzeichnete sie Verluste von fast 800 Millionen Euro. Am Donnerstag kündigte ihr Großaktionär Etihad an, dass die Verhandlungen zur Zusammenlegung der Air Berlin-Tochter Niki mit TUIfly zu einem Ferienflieger gescheitert sind. Lindner, der die schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen in NRW für die Freien Demokraten leitet, zeigte sich von den Aussichten des Unternehmens unbeeindruckt. "Mit der FDP wird der Steuerzahler nicht für Missmanagement haften", stellte er klar.

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