FDPEuropäische Asylpolitik

Strack-Zimmermann über das Flüchtlingsdrama

Marie-Agnes Strack-ZimmermannMarie-Agnes Strack-Zimmermann erläutert ihren Masterplan Flüchtlinge

FDP-Vize Marie-Agnes Strack-Zimmermann tourt derzeit durch Griechenland. Im zweiten Video-Interview schildert sie ihre Eindrücke von der unverändert dramatischen Flüchtlingslage vor Ort und erklärt die Eckpunkte des von ihr geforderten Masterplans Flüchtlinge. Sie schimpft: "Das Rumgehampel einiger Kommunen in Deutschland sowie von Bund und Ländern kann nicht weiter hingenommen werden."

"Hier landen täglich auf den kleinen Inseln hunderte von Menschen, in den vorgelagerten Inseln vor der Türkei. Die werden nachts von der Küstenwache aufgegriffen und zu den großen Inseln zur Registrierung gebracht. Es ist dramatisch und ich bin sicher, dass sich das noch lange halten wird", berichtet die Freidemokratin. Angesichts dieser Spannungen sieht sie die eigensinnige Vorgehensweise einiger Kommunen in Deutschland bei der Flüchtlingsaufnahme kritisch. Dass beispielsweise eine Gemeinde den Flüchtlingen vor Ort sage, "wir geben euch Geld, damit ihr wieder nach Hause geht", sei wirklich unsäglich, moniert sie.

Ihr Masterplan zur effizienteren Flüchtlingshilfe: Bei ankommenden Asylbewerbern müsse schnell auf die Herkunftsländer geschaut und festgestellt werde, ob sie eine Chance auf Asyl hätten, "damit diejenigen, die keine Chance haben, schnellstmöglich zurückgeführt werden". Dieser Schritt solle Platz schaffen für diejenigen, die es bräuchten. Zweitens müsse die Finanzierung der Unterbringung und Integrationsangebote sichergestellt werden, indem der Bund die Kommunen besser unterstütze.

Die Bundesregierung müsse darüber hinaus den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. "Wir können viele Menschen, von denen, die jetzt kommen, gut in unserem wirtschaftlichen System gebrauchen, auch um unseren Wohlstand zu erhalten", gibt sie zu bedenken. Deshalb fordert die FDP die Abschaffung des Arbeitsverbots und die Überarbeitung der Asyl- und Einwanderungssysteme.

Kürzlich war ich auf #Agathonissi, einer kleinen griechischen Insel, auf der nur 110 Einwohner leben. Diese Insel ist...

Posted by Marie-Agnes Strack-Zimmermann on Saturday, July 25, 2015

Kommentare (1)

Andreas Bohn
12.09.2015 - 21:20
Frau Strack-Zimmermann ist der Ansicht, daß man viele Flüchtline gut in der hiesigen Wirtschaft gebrauchen könne. Statistisch gesehen ja, nur fehlt es sehr vielen Flüchtlingen an der erforderlichen beruflichen Qualifikation, von deutschen Sprachkenntnissen ganz zu schweigen. Es wird ein großes Problem auf Deutschland zukommen, in finanzieller und auch in kultureller Hinsicht. Diese Schönrednerei --- auch von Frau Merkel--- und das Stillschweigen der ins Land kommenden Probleme ist grob fahrlässig und eine Augenwischerei.

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