FDPRente und Soziales

Union und SPD fahren Sozialsysteme gegen die Wand

Christian LindnerChristian Lindner sieht die Entwicklungen im Rentensystem mit Sorge
18.08.2016

Die Finanzierung der Rente wird immer teurer. Bis 2020 soll der Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung auf mehr als 100 Milliarden Euro steigen. Mit Blick auf steil steigende Sozialbeiträge übt FDP-Chef Christian Lindner scharfe Kritik an der Großen Koalition. Gegenüber der "Bild"-Zeitung rügte er, dass Christ- und Sozialdemokraten "die Sozialversicherungssysteme sehenden Auges gegen die Wand" fahren würden. Der Freidemokrat machte die Wahlgeschenke von Schwarz-Rot für die zunehmende Belastung der Arbeitnehmer verantwortlich.

"Gerade eine Große Koalition hätte Rente, Gesundheit und Pflege zukunftsfit machen müssen. Stattdessen wurden Wahlgeschenke verteilt und Leistungen ausgeweitet", stellte Lindner klar. Diese unverantwortliche Politik räche sich jetzt, monierte er. "Die Sozialabgaben werden im nächsten Jahr über die 40-Prozent-Marke steigen und damit die Bürger zusätzlich belasten. Steigende Sozialabgaben sind die Steuererhöhungen von Union und SPD", konstatierte der FDP-Chef.

FDP-Präsidiumsmitglied Volker Wissing zeigte sich ähnlich entsetzt über die fehlende Gerechtigkeit in der schwarz-roten Sozialpolitik. "CDU und ‪‎SPD verweigern den Beschäftigten nicht nur eine steuerliche Entlastung. Durch ihre Politik treibt die GroKo die Sozialabgaben über die 40-Prozent-Marke", verdeutlichte er. "Offensichtlich besteht Einigkeit innerhalb der Bundesregierung, dass sich Arbeit nicht mehr lohnen soll."

Kommentare (2)

Ingrid W.
18.08.2016 - 22:16
Nach 45 Versicherungsjahren konnte man schon immer mit 65 In Rente gehen. Hätte man dieses Alter einfach auf 63 abgesenkt, dann wäre nie eine Diskussion um die Rente mit 63 entstanden. Das betraf nur einen Jahrgang und es gibt immer noch SPD- Politiker die denken alles können mit 63 abschlagsrfei in Rente gehen. Wer 45 Jahre Vollzeit gearbeitet hat sollte die abschlagsfreie Rente einreichen können wann er möchte. Es betrifft doch eh nur noch die "Alten". Jüngere schaffen 45 Jahre erst mit 67 Jahren.
Ingrid W.
18.08.2016 - 22:04
Nie wieder SPD - angelockt und abgezockt mit Unterstützung der CDU und Grünen Von der Regierung angelockt, man könne mit einem pauschalversteuerten Betrag eine private Altersversorgung aufbauen. Aus formalen Gründen über den AG. Und nun steht es im betrieblichen Bezug und plötzlich soll es ein Versorgungsbezug sein. Eine Barlohnverwendung, ohne Rentenwahlrecht, ohne Versorgungszusage und AG-Haftung kann aber kein Versorgungsbezug sein!!! Man hat einfach die alten Verträge vor 2001, mit den neuen Verträgen gleichgestellt, obwohl die Verträge nach dem Betriebsrentengesetz, im Unterschied zu den alten Verträgen, in der Ansparphase Sozialabgabenfrei sind. Solange die Regierung das größte Unrecht seid Bestehen der Bundesrepublik nicht beendet haben sie 8 Millionen Wähler verloren.
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