StiftungBad Cannstatter Dialog

Wert des Liberalismus in EU und Deutschland klar machen

Michael TheurerFDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer spricht über liberale Strategien für Europa.
13.01.2015 - 12:45

In Deutschland haben Liberale die Politik über viele Jahre erfolgreich mitgestaltet und für die Europäische Integration gekämpft. Trotzdem wird der Wert der Freiheit oft gering geschätzt. Die Stiftung für die Freiheit und die Deutsche Gruppe der Liberalen Internationale (DGLI) haben deshalb mit dem Bad Cannstatter Dialog ein Forum zur Diskussion der Herausforderungen und Chancen des europäischen Liberalismus ins Leben gerufen. Bei der Veranstaltung in Stuttgart zeigten die Gastredner Wege auf, um das Profil freiheitlicher Politik wieder zu schärfen.

Für den liberalen Europaabgeordneten Michael Theurer ist klar: Eine erfolgreiche liberale Bewegung müsse überzeugend darlegen, wie Europa gemeinsam seine wirtschaftliche Lage verbessern und die Herausforderungen der Globalisierung, des demografischen Wandels und der digitalen Revolution gestalten könne. Er betonte, dass eine Rückkehr zu nationalen Egoismen aus liberaler Sicht weder wünschenswert noch im Interesse Deutschlands sei. Die Europäische Union stehe letztendlich im Wettbewerb mit anderen Regionen, sowohl ökonomisch, als auch bei der Setzung von internationalen Normen und der Lösung von globalen Herausforderungen.

Für Deutschlands Freie Demokraten habe eine Verbesserung der Bildung dabei oberste Priorität, um Chancen für junge Menschen zu ermöglichen, so Theurer weiter. Um den Liberalismus in Deutschland voranzubringen, müsse die FDP in den Kommunen ansetzen und das Vertrauen der Menschen wieder verdienen.

Von liberalen Erfolgsgeschichten lernen

Der Vorsitzende der DGLI, Patrick Meinhardt, machte in seiner Rede darauf aufmerksam, dass liberale Parteien in Europa durchaus große Erfolge verzeichneten, beispielsweise in Luxemburg, Österreich und den Niederlanden. So habe es beispielsweise die D66, die liberaldemokratische Partei in den Niederlanden, geschafft, die Zustimmung der Wahlbevölkerung von 0,5 Prozent innerhalb von acht Jahren auf 15,5 Prozent zu steigern und bei der Europawahl in diesem Jahr sogar stärkste Partei zu werden. Bei diesem und künftigen Dialogforen wollen sich die deutschen Liberalen deswegen intensiv mit Gästen aus den europäischen Nachbarländern auszutauschen und gemeinsam für die Wertschätzung der Freiheit einzutreten.

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