FDPGleichstellungspolitik

Homophobie im CDU-Lager ist untragbar

Gegen DiskriminierungDie FDP steht für eine offene Gesellschaft mit gleichen Rechten für alle.
24.10.2014

In Hessen haben homophobe Äußerungen des CDU-Politikers Hans-Jürgen Irmer eine Welle der Entrüstung ausgelöst. In der "Frankfurter Neuen Presse" sagte Irmer, Homosexualität sei nicht normal – "wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt". Für die FDP eine untragbare Position. "Mit dieser erschreckend homophoben und menschenverachtenden Aussage zeigt Herr Irmer erneut, wes Geistes Kind er ist", so FDP-Fraktionsvize Jürgen Lenders.

Der FDP-Gleichstellungsexperte zeigte kein Verständnis für Diskriminierung unter dem Deckmantel der Religion. Mit seiner Entgleisung spreche der CDU-Politiker Irmer hunderttausenden Homosexuellen allein in Deutschland ihre Existenzberechtigung ab. Für die FDP gehe eine solche Äußerung nicht nur völlig an der Realität vorbei, sondern sei auch das genaue Gegenteil einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft.

Lenders erinnerte daran, dass die FDP in der vergangenen Regierungskoalition noch dafür gesorgt hatte, dass Irmer seines Amtes als schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im hessischen Landtag entbunden wurde. Ob dies den Grünen als neuer Koalitionspartner der CDU ebenfalls gelingen würde, sei fraglich. "Das Thema Homosexualität wird zu einer Feuerprobe für die Regierungskoalition", konstatierte der Liberale.

Keine Zusammenarbeit mit Hasspredigern

Auch der stellvertretende Landesvorsitzende der hessischen FDP, Lasse Becker, verurteilte Irmers homophobe "Hasspredigt" scharf. Für Liberale kommt eine solche Interpretation der Religion nicht in Frage, denn die FDP steht für eine offene, moderne Gesellschaft. Becker hatte jedoch dankende Worte für den Allmächtigen übrig: "Gott, bin ich froh, nicht mehr mit dem Irmer in einer Koalition zu stecken."

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