FDPVerkaufsoffene Sonntage

Bayern braucht eine zeitgemäße Ladenschlussregelung

Die FDP Bayern fordert eine moderne LadenschlussregelungDie FDP Bayern fordert eine moderne Ladenschlussregelung

Die Stadt Ansbach wollte weitere verkaufsoffene Sonntage ermöglichen, wenn Feste und Märkte stattfinden. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof verhindert. Die FDP Bayern sieht diese Entwicklung kritisch. "Auch wenn es bei dem Urteil nur um eine städtische Verordnung in Ansbach geht, die ohne Grundsatzwirkung ist, zeigt der ganze Vorgang doch beispielhaft die bestehenden Unsicherheiten beim Thema Ladenschluss", konstatiert der Spitzenkandidat der FDP Bayern, Martin Hagen. Die Freien Demokraten im Freistaat fordern eine klare rechtliche Grundlage für bestimmte verkaufsoffene Sonntage. "Die Unternehmer brauchen hier Rechtssicherheit", verdeutlicht Hagen.

"Die Regelungen zu verkaufsoffenen Sonntagen wollen wir zudem entbürokratisieren", fügt Hagen hinzu. Gerade die verkaufsoffenen Sonntage seien ein wichtiges Instrument, um die Attraktivität der Innenstädte zu fördern, hebt der FDP-Spitzenkandidat hervor. "Das gilt erst recht für Tourismusregionen", unterstreicht Hagen.

Allgemein stehe die FDP Bayern für eine zeitgemäße Ladenschlussregelung, die der Lebensrealität der Bürgern in Bayern entspreche, erklärt Hagen. Die aktuelle Regelung zum Ladenschluss in Bayern sei einer der restriktivsten in ganz Europa. "Kein Arbeitnehmer muss bei einem modernen Ladenschluss mehr arbeiten, da die gesetzlichen Regelungen zur Höchstarbeitszeit nicht ausgeweitet werden", betont er. "Gleichzeitig erhalten Arbeitnehmer neue Verdienstmöglichkeiten durch Nacht- und Feiertagszuschläge." Hagen fordert deswegen: "Wo Nachfrage besteht, soll sich der Staat nicht zwischen Händler und Konsument stellen." (ch)

Kommentare (3)

Filippo H.
28.08.2018 - 13:23
Grad für 3 schichtler sollte was gemacht werden
Bruno
22.08.2018 - 16:32
Gerade kleine Händler können doch stark von einer Neureglung profitieren. In Berlin sind es vor allem die Spätis, die die Nacht durch geöffnet haben. Es gibt nur eine handvoll Supermärkte, die in Berlin 24 Stunden öffnen. Insofern ist das gerade eine Chance für die kleinen Läden. Nachts ist man eher bereit auch etwas mehr zu bezahlen, tagsüber kann man das meiste auch günstiger beim Discounter erwerben. Neben der praktischen Vorteile, ist man als Liberaler ohnehin dagegen, dass der Staat sich in jeden Lebensbereich einmischen muss und Bayern ist beispiellos mit seinem restriktiven Ladenschlussgesetz. Europa- und weltweit dürfte es kaum ein Land geben, dass derartige Vorschriften hat. Auch Italien und Polen nicht, die als traditionell katholisch gelten.
Trueteam
15.08.2018 - 21:48
Grundsätzlich finde ich, muss der Ladenschluss bleiben. Er unterstützt kleine und mittelgroße Händler , da diese nur schwer mit den großen Ketten mitthalten können, denn die kleinen und mittleren Händlern haben nicht die Finanzmittel, wie die großen Ketten zur Finanzierung der langen Öffnungszeiten. Allerdings würde ich am Samstag eine Ausweitung in Bayern auf 21.00 Uhr begrüßen, außerdem, soll es dem Händler, möglich sein, am Sontag, von 9 Uhr bis 16.00 Uhr aufzusprerren. Allerdings nur, wenn der Händler bereit ist, am Montag komplett zuzusperren. Diese Reglung kann vielleicht, den ein oder anderen Laden in Tourismusgegenden helfen. Ansonsten bringen längere Öffnungszeiten, defenitiv nichts.
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