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Belarussische Künstler trotzen der letzten Diktatur Europas

Karte von Weißrussland / Quelle: andriano.cz / Shutterstock.comKarte von Weißrussland / Quelle: andriano.cz / Shutterstock.com

In Weißrussland regiert seit 21 Jahren Präsident Aljaksandr Lukaschenka. Stiftungsexperte Felix Schulz über Künstler und Kulturschaffende, die sich gegen das Regime stellen. "Das Theater ist einer der wenigen Freiräume des Denkens, wo auch auf Missstände hingewiesen wird", berichtet Schulz. Dies werde von den belarussischen Behörden nicht gern gesehen.

Die Theater-Verantwortlichen, die der Diktatur trotzen und sich vor allem für Menschenrechte stark machen, treten im Verborgenen auf, so Schulz. "Aus Angst vor den Behörden werden Besucher erst wenige Stunden vor einer Aufführung angerufen, um ihnen den Veranstaltungsort mitzuteilen. Ein Theaterbesuch ist so weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung, er ist ein Statement von Solidarität und Unzufriedenheit."

Es sei davon auszugehen, dass sich an den Verhältnissen in Belarus absehbar nicht viel ändern werde, so die Einschätzung des Stiftungsexperten. "Der Präsident hat die Zügel fest in der Hand und begegnet Gegnern mit aller Härte. Für kritische Stimmen bleibt da oft nur der Untergrund."

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