FDPOECD-Bildungsstudie

Bildungsausgaben auf Spitzenrang katapultieren

Die Freien Demokraten kämpfen für weltbeste Bildung in DeutschlandDie Freien Demokraten kämpfen für weltbeste Bildung in Deutschland
12.09.2017 - 18:04

Bei den Bildungsausgaben hinkt Deutschland im OECD-Vergleich immer noch hinterher. "So werden wir die großen Herausforderungen nicht bewältigen, vor denen unser Bildungssystem steht", warnt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer mit Blick auf die neue OECD-Studie. Sie erneuert deshalb die Forderung der Freien Demokraten, die Ausgaben für Bildung im Verhältnis zum Gesamthaushalt auf Top-5-Niveau der OECD-Staaten zu erhöhen. "Dies ist auch eine gesamtgesellschaftliche Ausgabe, denn die Modernisierung des Bildungssystems würde Länder und Kommunen allein überfordern", gibt Beer zu bedenken. Deshalb sei es wichtig, den Bildungsföderalismus grundlegend zu reformieren.

Der Anteil der öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildungseinrichtungen am Bruttoinlandsprodukt befinde sich in Deutschland mit 4,3 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 5,1 Prozent, bemängelt Beer. Es brauche dringend mehr Investitionen in Bildung und auch eine klare Roadmap dafür, wie die Mittel eingesetzt werden sollten. "Wir Freie Demokraten wollen daher die Lehrpläne modernisieren, eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Lehrer ins Leben rufen und in den nächsten fünf Jahren pro Schüler zusätzlich 1.000 Euro für Technik und Modernisierung investieren, um damit weltbeste Bildung auf den neuen Standards sicherzustellen", führt Beer aus.

Für die FDP gelte der Leitsatz: "Wir müssen bei Bildung auf Qualität, Qualität und noch mal Qualität setzen." Darüber hinaus seien einheitliche Bildungsstandards in Deutschland erforderlich, deren Einhaltung auch kontrolliert werde, unterstreicht Beer. "Insbesondere Schulabschlüsse müssen über einheitlich gestellte Abschlussprüfungen und Korrekturstandards vergleichbarer werden", fordert sie. Dabei dürfe es aber keine Angleichung nach unten geben. "Dazu muss die Eigenständigkeit der Schulen gestärkt werden, denn die bedürfnisorientierte Förderung junger Menschen vor Ort trägt maßgeblich zur weltbesten Bildung für jeden bei", verdeutlicht die FDP-Generalsekretärin. Für sie steht fest: "Nur so werden wir Chancengerechtigkeit und sozialen Aufstieg aus eigener Kraft sicherstellen, unabhängig vom Elternhaus."

Kommentare (1)

Arno Schilz
13.09.2017 - 11:34
Formal lassen sich Bildungsausgaben auch durch goldene Wasserhähne auf den Schultoiletten erhöhen. Gedient wäre damit aber nur den Sanitärinstallateuren. Ohne klar definierte, überprüfbare und regelmäßig evaluierte Bildungsziele macht mehr Geld im Bildungssystem nur eingeschränkt Sinn. Ich plädiere für ein System aus Anreizen: Für jeden Schüler, dessen Bildungsstand die Schulen erfolgreich evaluieren lassen, sollten die Schulen (und vielleicht die Schüler auch) eine Bonuszahlung zur freien Verfügung erhalten. Schlaue Schulleitungen werden das Geld so investieren, dass sie im Folgejahr mehr Schüler erfolgreich evaluieren lassen können. Falls man soweit geht, dass sich die Schüler (bzw. deren Eltern) unabhängig von ihren Schulen zu Evaluierung anmelden können, haben Schulleitungen auch keine Blockademöglichkeiten mehr.

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