FDPBundesparteitag

Brüderle zum Spitzenkandidaten gekürt

Rainer BrüderleRainer Brüderle
22.04.2013
Eine kämpferische FDP hat ihren Fraktionschef Rainer Brüderle offiziell zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 22. September gekürt. Beim Parteitag in Berlin erhoben sich die 662 Delegierten am Sonntag zum minutenlangen Applaus. Brüderle rief die Partei in einer mehr als einstündigen Rede auf, geschlossen für eine Neuauflage der schwarz-gelben Koalition zu kämpfen. Sein Appell: „Der 22. September ist Freiheitstag in Deutschland.“

„Spitzenmann oder Spitzenkandidat, der Titel ist mir egal. Hauptsache, das Ergebnis ist spitze. Ab sofort ziehen wir den blaugelben Kampfanzug an. Auf in den Kampf! Überlassen wir nicht den anderen die Plätze. Sie können uns beschimpfen, sie können uns verkloppen, aber sie können uns nicht beugen. Überlassen wir unser Land nicht diesen Fuzzis, diesen Typen unser Land", schwor er die Delegierten auf den Bundestagswahlkampf ein.

Werde Sturmspitze im Wahlkampf sein

Rainer Brüderle und Philipp Rösler

Er werde im Wahlkampf eine "Sturmspitze wie Miro Klose" geben. "Man braucht da einen erfahrenen, spielenden Stürmer." Brüderle versprach, einen furiosen Wahlkampf hinzulegen, "bei dem der Baum brennt". "Wir werden gemeinsam in einem Team kämpfen", sagte Parteichef Philipp Rösler, der am Vortag mit knapp 86 Prozent in sein Amt wiedergewählt worden ist.

Der Parteitag machte auch Unterschiede zur Union deutlich. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Liberalen dafür, eingetragene Lebenspartnerschaften unverzüglich mit der normalen Ehe rechtlich gleichzustellen: „Die FDP besteht weiterhin auf der Gleichstellung noch in dieser Wahlperiode.“ Rösler sagte, die Koalition müsse noch vor dem im Frühsommer erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgerichts selbst aktiv werden.

Einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn lehnten die Delegierten weiter strikt ab. Die FDP sei aber differenziert nach Regionen und Branchen zur Festlegung von Lohn-Untergrenzen bereit. Die Beratungen dazu werden bis zum nächsten Bundesparteitag in Nürnberg fortgeführt.

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