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Condor-Kredit nur mit Bundestags-Zustimmung

Flugzeug, Sitze, Gang, Fliegen, beinfreiheit,Thomas Cook ist pleite: Was passiert mit den Tochterunternehmen?

Die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor hat die Bundesregierung um einen Kredit in Höhe von 200 Millionen Euro gebeten. Nach der Insolvenz des Mutterkonzerns geht es darum, gestrandete Reisende zurückzuholen und Schadenersatzforderungen zu bezahlen. Die FDP fordert die Regierung auf, das Parlament hier einzubinden. FDP-Chef Christian Lindner stellte klar, dass Condor glaubhaft machen müsse, dass die Steuerzahler das Geld auch zurückbekämen. FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer warnte davor nach “Gutsherrenart“ über den Überbrückungskredit zu entscheiden.

“Für eine mögliche Rettung von Condor muss der Parlamentsvorbehalt gelten“, betonte Theurer. “Nach aktuellem Stand bin ich vorsichtig optimistisch, dass Condor als Unternehmen weiter überlebt, da es bisher schwarze Zahlen schreibt. Ein Überbrückungskredit wäre unter diesen Umständen vertretbar.“ Lindner machte deutlich, dass das Geld für Investitionen benötigt werde. “Die Bundesregierung sollte einen Überbrückungskredit nur nach sorgfältiger Prüfung und mit Zustimmung des Haushaltsausschusses bewilligen“, unterstrich auch FDP-Tourismusexperte Marcel Klinge. Als Vorbild für diese Art von staatlicher Finanzspritze gilt Air Berlin, das einen Kredit von 150 Millionen Euro erhalten hatte, und diesen mittlerweile vollständig zurückgezahlt hat.

Lindner richtete den Fokus auf die Reisenden, die von der Thomas-Cook-Insolvenz betroffen seien: “Erst einmal wünsche ich allen, die aufgrund der Insolvenz von Thomas-Cook aktuell nicht so reisen können, wie geplant, viel Kraft. Dass wir alle so schnell wie möglich zurückholen, hat jetzt natürlich oberste Priorität.“ Dieser Einschätzung schloss sich auch Klinge an: “Was die Reisenden jetzt brauchen, sind gesicherte Informationen über ihre gebuchten Urlaube und ihre Kundengelder.“

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