Stiftung12. Rede zur Freiheit

Das Gefühl der Freiheit

Timothy Garton Ash und Wolfgang Gerhardt Timothy Garton Ash, der diesjährige Redner der Rede zur Freiheit, und Wolfgang Gerhardt

Timothy Garton Ash hielt seine Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor. Der britische Historiker sprach über die Zukunft der liberalen Demokratie. Er befürchtet, dass eine Zeit der Unfreiheit kommt. Die persönliche Leidenschaft, die für Garton Ash hinter dem Begriff Freiheit steckt, bekamen auch die Besucher der 12. Berliner Rede zur Freiheit zu spüren. Eine Leidenschaft, die ihn neben seiner "intellektuellen Qualität, Ausdrucksfähigkeit und breitem Wissen" zum absolut passenden Redner für die diesjährige Ausgabe der Traditionsveranstaltung macht, wie Wolfgang Gerhardt, der Vorstandvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, in seiner Begrüßung feststellte.

Zum zwölften Mal ehrte die Stiftung eine Persönlichkeit, die in besonderem Maße zur Fortentwicklung der liberalen Idee beiträgt. Timothy Garton Ash war ein naheliegnde Wahl: Der britische Historiker, politische Essayist und Schriftsteller Timothy Garton Ash ist nicht nur ein leidenschaftlicher Liberaler und Europäer, sondern auch einer der dezidiertesten Deutschlandkenner in der angelsächsischen Welt. Er sieht hier drängende Probleme: Viele Menschen fühlten sich von den politischen Eliten in Berlin nicht mehr ernst genommen oder gar nicht mehr gehört. Sprachlos müssen sie zusehen, wie Politiker ihre eigenen Themen setzen. Die logische Konsequenz sei eine "psyeudoliberale Einengung des Diskurses gewesen, in der bestimmte Alternativen nicht mehr diskutiert wurden.“ Ein großer Fehler, meint der Karlspreis-Preisträger 2017. "Wenn man zu sehr auf den Begriff ‘alternativlos‘ setzt, dann bekommt man als Alternative die Alternative für Deutschland", sagt Garton Ash.

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