FDPIWF-Prognose

Deutschland darf sich nicht ausruhen

Christian LindnerChristian Lindner vermisst wichtige Weichenstellungen für den künftigen Wohlstand Deutschlands

Gegenwärtig läuft die deutsche Wirtschaft auf Hochtouren, doch die Forscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) sind alarmiert: "Mit dem Eintritt in die 20er Jahre werden nicht nur demografisch bedingt die Wachstumskräfte dauerhaft schwächer, sondern es beginnt dann wohl auch der konjunkturelle Abstieg", lautet die Prognose. Statt das Land zu unterfordern, indem nur in der Gegenwart umverteilt wird und indem nur der Status quo bewacht wird, müssten die "Menschen und Betriebe jetzt, in Boom-Zeiten, von ärgerlicher Bürokratie und finanzieller Überlastung" befreit werden, fordert FDP-Chef Christian Lindner wichtige Weichenstellungen für den künftigen Wohlstand Deutschlands.

Er sieht mit Sorge, dass "viele in Deutschland glauben, dass unsere gegenwärtige Stärke eine Garantie für alle Zeiten bedeutet." Doch das Geld, das heute verteilt werden solle, sei "morgen noch lange nicht erwirtschaftet". Dabei eröffne die Digitalisierung große Chancen: "Sie müssen aber auch genutzt werden", so Lindner. Als Beispiel nennt er da das Arbeitszeitrecht, das "längst den neuen Formen des Arbeitens" angepasst werden müsste.

Aber auch die Steuerreformen in den USA oder Frankreich würden hier den Takt vorgeben: "Unsere Unternehmen drohen sonst bei Investitionen und Innovationen ins Hintertreffen zu geraten." Den Wohlstand sieht Lindner aber auch durch den Fachkräftemangel gefährdet. Hier wirbt er erneut für das Einwanderungskonzept der Freien Demokraten: "Nötig ist eine offensive, weltoffene Strategie, um die besten Köpfe nach Deutschland zu holen. Wir brauchen ein modernes Einwanderungsgesetz, das klaren Regeln und Verfahren folgt."

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