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Helmut Kohl wäre das nicht passiert

Wolfgang GerhardtWolfgang Gerhardt

Die Kritik an den Freien Demokraten nach dem Abbruch der Jamaika Sondierungsgespräche erinnert an das Ende der sozialliberalen Koalition 1982. Das befindet der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt. Er kritisiert die Schuldzuweisungen für das Scheitern der Sondierungsgespräche an die FDP und warnt vor voreiligen Schlüssen. Es werde sich mancher Nebel auch noch Zug um Zug lichten und den Blick auf die tatsächlichen Verhandlungsabläufe und deren Ergebnisse freigeben, schreibt Gerhardt. Einige werde dadurch eines Besseren belehrt werden.

Die FDP sei seit Kurt Georg Kiesinger unterschätzt worden. Als Beifang gar habe die CDU die Beteiligung der FDP an einer Regierung gesehen, so Gerhardts Einschätzung. Christian Lindner nimmt der Vorstandsvorsitzende dabei in Schutz: “Das nicht wahrgenommen, nicht ausreichend verhandelt wurde, zeigt eine grobe Fehleinschätzung der Union, und die muss sie sich zuschreiben lassen, da hilft stilistische Kritik am Abgang von Christian Lindner überhaupt nicht. Helmut Kohl wäre das nicht passiert.“

Gerhardts gesamte Analyse finden Sie hier.

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