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Keine weitere Einschränkung von Flexibilität am Arbeitsmarkt

Johannes VogelJohannes Vogel vermisst kreative Ideen zur Dynamisierung des Arbeitsmarkts

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind für einen Januar ungewöhnlich gut. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnet die niedrigste Januar-Arbeitslosigkeit seit 27 Jahren. Trotzdem sind die Pläne der Sondierer für den Arbeitsmarkt mutlos und werden der neuen Arbeitswelt nicht gerecht. "Es ist der Bundesregierung in den letzten vier Jahren nicht gelungen, beschäftigungspolitische Impulse zu setzen", schimpft FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel. Schlimmer noch: "Sie beschäftigt sich mit neuen arbeitsrechtlichen Regulierungen und Verboten, etwa beim Thema Befristungen." Die Freien Demokraten hingegen werben für die Dynamisierung des Arbeitsmarkts.

Denn: Die weitere Einschränkung von Flexibilität, wie sie Union und SPD offenbar anstreben, wäre eine gefährliche Wette auf eine dauerhaft gute Konjunktur. "Das Risiko tragen dabei vor allem diejenigen, die es am Arbeitsmarkt nicht immer leicht haben", warnt Vogel. Seiner Ansicht nach sollte stattdessen gerade die gute Lage genutzt werden, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Deshalb fordert er: "Erstens, endlich wirksame Initiativen zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und zum Bau einer trittfesten Leiter in die finanzielle Selbständigkeit für mehr Menschen. Zweitens, die Einführung eines modernen, wirklich überfälligen Einwanderungsgesetzes, auch um dem weiter ansteigenden Fachkräftebedarf zu begegnen. Und drittens, Initiativen, um den Arbeitsmarkt fit zu machen für die Digitalisierung und die moderne Arbeitswelt, um die Chancen für mehr Selbstbestimmung und Zeitsouveränität für alle Erwerbstätigen zu nutzen." (ph)

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