FDPVollverschleierung

Klares „Nein“ zur Vollverschleierung in der Schule

Linda TeutebergBurka und Nikab haben an Schulen nichts zu suchen, meint Linda Teuteberg.
05.02.2020

Die Entscheidung des Hamburgischen Oberverwaltungsgericht, einer 16-jährigen muslimischen Berufsschülerin eine Vollverschleierung im Unterricht zu erlauben, hat eine Debatte ausgelöst. Burka und Nikab hätten an Schulen nichts zu suchen, betonte FDP-Vize Katja Suding auf Twitter. FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg stellt klar: "Wenn es darum geht, Vollverschleierung an Schulen und Hochschulen zu regeln beziehungsweise zu unterbinden, ist der Gesetzgeber gefragt. Insbesondere für minderjährige religionsunmündige Kinder."​

"Unserer Meinung nach muss vermieden werden, dass Mädchen frühzeitig zu Objekten sexueller Betrachtung gemacht werden und in ihrer Persönlichkeitsentfaltung gehindert werden", unterstrich sie die Haltung der Freien Demokraten in dieser Frage. "Die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die freie Persönlichkeitsentfaltung sind wichtige Werte unseres Grundgesetzes. Gerade, weil es so eine wichtige Frage ist und Grundrechte abzuwägen sind, sind hier die Landesgesetzgeber gefragt". Sie plädierte dafür, die Schulen und Hochschulen und Erzieherinnen und Erzieher in der Praxis damit nicht allein zu lassen. Dass die Werte des Grundgesetzes gelten dürfe "nicht nur Thema in Sonntagsreden sein, sondern das muss auch in der Praxis durchgesetzt werden."​

Hamburg ist bei Rot-Grün nicht in guten Händen

FDP-Fraktionsvorsitzende Anna von Treuenfels sagte, die Vollverschleierung in Schulen sei plötzlich per Gerichtsurteil gestattet, obwohl sie Ausdruck eines mittelalterlich-frauenfeindlichen Weltbilds sei. Und das nur, weil Senator Rabe das Thema verschlafen habe und bislang untätig geblieben sei. Selbst wenn die SPD nun nachsteuern wolle, werde das mit den Grünen wohl nicht gelingen, so von Treuenfels.

"Bei aller Toleranz - Gesicht und Mimik müssen erkennbar sein, damit ein Miteinander gelingt", mahnt Suding. Der SPD-Schulsenator habe es jahrelang versäumt, das im Schulgesetz festzuschreiben. "Deshalb nun dieses Gerichtsurteil zugunsten der Vollverschleierung, ein Klatsche für den Hamburger Senat." Wie der Senator das Verbot in einer Koalition mit den Grünen festschreiben wolle, bleibe sein Geheimnis. Es zeige sich: Hamburg ist bei Rot-Grün nicht in guten Händen.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki betonte: "Eine Vollverschleierung passt nicht zu einer offenen und freien Diskussionskultur, wie sie in einer Hochschule gelebt werden sollte. Man muss Gesichter sehen können, um unbefangen und unverstellt miteinander reden zu können."

Kommentare (1)

Tadros , Jaser
08.02.2020 - 20:57
Der Gesetzgeber muss ein Gesetz erlassen , indem die Vollverschleierung vollkommen in den Schulen ; Hochschulen oder in oeffentlichen Plaetzten verbietet . Solche Verscheierungen , sei es Burku oder Niqab ein Zeichen der Vergiftung der deutschen Gesellschaft . In Frankreich und der Schweiz wurde solche Vollverscheierung in oeffentlichen Plaetzen und Strassen mit Bussgeldern geahndet . Warum sollte diese in Deutschland auch nicht mit solchen Geldbussen geahndet werden ? Es muss dagegen vorgegangen und entgegengewirkt werden , sodass auch die liberalen Grundwerte der Gesellschaft aufbewahrt u. respektiert werden. Man muss auch bedenken , dass selbst in den meisten islamischen und arabischen Laendern , dass die dort herrschende Eliten und reichen Leute sich fuer keine Religion interessieren , wenn sie nach Europa oder in den Westen fahren und sich amuesieren u.------etc. Die Religiositaet ist nur unter den armen Leuten zu finden . Die Deutschen kennen diese Tatsachen leider nicht
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