FDP-FraktionBenedikt XVI.

Liberale bedauern Papst-Rücktritt

Rainer BrüderleRainer Brüderle
12.03.2013

Papst Benedikt XVI. wird aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. FDP-Chef Philipp Rösler erklärte: "Papst Benedikt XVI. geht in Würde, zu Recht verneigt sich die Welt mit Respekt vor ihm." Fraktionschef Rainer Brüderle sprach dem Oberhaupt der katholischen Kirche seinen höchsten Respekt aus. "Die Menschen in Deutschland, auch diejenigen, die nicht katholischen Glaubens sind, hatten während seines Pontifikats das Gefühl: ‚Wir sind Papst‘."

Rösler erklärte, dass Papst Benedikt XVI. mit seinem angekündigten Rücktritt Größe zeige. "Ich bedauere seine Entscheidung persönlich sehr, gleichwohl sind die Gründe nachvollziehbar", so Rösler, der Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist. Der Papst habe sich unermüdlich für die katholische Kirche, die christlichen Werte und den Dialog zwischen den Religionen eingesetzt. Der Vizekanzler unterstrich: "Dafür, wie auch für seine theologischen Leistungen, gebührt ihm unser aller Hochachtung."

Respekt für die Entscheidung von Benedikt XVI.

Mit höchstem Respekt habe er die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. aufgenommen, erklärte Brüderle. Diese müsse ihm sicher sehr schwer gefallen sein, vermutet der FDP-Fraktionsvorsitzende, denn Benedikt XVI. sei „mit Leib und Seele und voller Überzeugung und Demut Oberhaupt der katholischen Kirche gewesen“. „Er hat sich um die Ärmsten dieser Welt gekümmert und immer den Dialog auch mit Andersgläubigen gesucht“, lobte der Liberale.

Auch FDP-Innenpolitiker Hartfrid Wolff würdigte die Entscheidung des Papstes: "Der Schritt von Papst Benedikt XVI. ist höchst respektabel. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, erklärte: "Ich zolle Papst Bendeikt XVI. höchsten Respekt." Die Entscheidung sei dem 85-jährigen bestimmt nicht leicht gefallen.

Herausragender Theologe und Intellektueller

"Sein Pontifikat war durch seine herausragende Leistung als Theologe und Intellektueller bestimmt", unterstrich der Beauftragte der FDP-Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Stefan Ruppert. Die Zeit seines Wirkens in wichtigen Funktionen reiche dabei vom Zweiten Vatikanischen Konzil bis zu einer Auseinandersetzung der Kirche mit der säkularisierten Moderne.

Benedikt XVI. sei dabei bewusst nicht immer dem Zeitgeist gefolgt, hob Ruppert hervor. Die Rede des Papstes im Bundestag sei ihm nachhaltig in Erinnerung geblieben, erklärte Ruppert. "Seinen freien Entschluss, das Amt in die Hände eines anderen zu legen, bewundere ich. Wir wünschen ihm ganz persönlich alles Gute und Gottes Segen."

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