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Liberale Senioren verabschieden Kasseler Erklärung

Liberale SeniorenDer frisch gewählte Vorstand der Liberalen Senioren
24.10.2017 - 15:15

Die Liberalen Senioren hatten auf ihrer Bundesdelegiertenversammlung in Kassel ein volles Pensum zu absolvieren: Neuwahlen des Bundesvorstands und die Beratung der "Kasseler Erklärung", die die Delegierten mit großer Mehrheit verabschiedeten. Mit dem Positionspapier wollen die Liberalen Senioren die aktuellen Gespräche in Berlin begleiten. Allen voran übernimmt Detlef Parr diese Aufgabe. Der amtierende Bundesvorsitzende wurde mit  knapp 96 Prozent im Amt bestätigt und will als FDP-Bundesvorstandsmitglied die laufenden Jamaika-Sondierungsgespräche und gegebenenfalls darauf folgende Koalitionsverhandlungen mitgestalten.

Im Mittelpunkt der Bundesdelegiertenversammlung der Liberalen Senioren in Kassel standen die Neuwahlen des Bundesvorstands. Die sehr gut besuchte Versammlung schenkte allen Kandidatinnen und Kandidaten mit über 90-prozentiger Zustimmung großes Vertrauen. Der amtierende Bundesvorsitzende Detlef Parr, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, wurde vom Ehrenvorsitzenden Dr. Kurt Sütterlin (Baden-Württemberg) zur Wiederwahl vorgeschlagen und erhielt 66 von 69 Stimmen (=95,6% ).  Damit gehört Parr auch weiterhin dem FDP-Bundesvorstand an und übernimmt dort Mitverantwortung für die laufenden Jamaika-Sondierungsgespräche und gegebenenfalls darauf folgende Koalitionsverhandlungen.
 
Für den stellvertretenden Bundesvorsitz kandidierten Brita Schmidt-Tiedemann (Hamburg), Dr. Wolfgang Allehoff (Baden-Württemberg) und zur Wiederwahl Eckart George (Sachsen). Im ersten Wahlgang gab es eine Stimmengleichheit für Dr. Allehoff und George. In der Stichwahl setzte sich Eckart George dann mit 2 Stimmen Vorsprung durch. Brita Schmidt-Tiedmann zog daraufhin ihre Kandidatur zurück. Dr. Wolfgang Allehoff wurde als weiterer gleichberechtigter Stellvertreter gewählt. Nora Jordan-Weinberg (Baden-Württemberg) erhielt für ihre Arbeit als Schatzmeisterin viel Lob und bleibt in dieser Funktion im Bundesvorstand. Auch der bisherige Schriftführer Dirk-Heinrich Heuer (Niedersachsen) bleibt im Amt – sogar mit 100 Prozent Unterstützung. Als Beisitzer wurde der soeben wieder in den Deutschen Bundestag zurückgekehrte Manfred Todtenhausen (NRW) neues Vorstandsmitglied. Jürgen Creutzmann (Rheinland-Pfalz) als ehemaliger Abgeordneter des Europaparlaments hält den Kontakt zu Brüssel und Horst Friedrich (Bayern), ehemaliges Mitglied des Bundestages, verstärkt die Vorstandsarbeit in den nächsten zwei Jahren.
 
Der Bundesvorsitzende dankte Nicole Bracht-Bendt (Niedersachsen), die auf eine erneute Kandidatur zur stellvertretenden Vorsitzenden verzichtete, Norbert von Thienen (Hamburg) und Rheinhild Sachtleben (NRW) für ihre langjährige intensive Mitarbeit. Detlef Parr würdigte Rheinhild Sachtleben als liberale Frau der ersten Stunde und Urgestein der Liberalen Senioren. Mit sanfter Hartnäckigkeit und ihrem couragierten Auftreten mit Herz habe sie Außerordentliches für die Älteren geleistet. Sie sei und bleibe ein großes Vorbild. 

Kasseler Erklärung

Die Liberalen Senioren freuen sich zunächst über die Rückkehr einer starken Stimme für die soziale Marktwirtschaft in den Bundestag. Die Digitalisierung solle auch als Chance für die Älteren vermittelt werden. Das Grundgesetz als Wertekanon für unser gesellschaftliches Zusammenleben sei nicht verhandelbar, die dort formulierten "Gebote" müssten für alle in Deutschland lebenden Menschen verbindliche Handlungsleitlinien sein. Zum sozialen Profil gehöre ein aus liberaler Verantwortung gespeistes Pflegekonzept mit mehr Zeit und Zuwendung für eine menschenwürdige Pflege. Die verfehlte Migrationspolitik vom Herbst 2015 müsse schnell durch ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild korrigiert werden, das Asylbewerber, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten und fachlich benötigte Einwanderer deutlich unterscheidet.

Die erhöhten Kosten der Energiewende belasteten bisher ausschließlich die Verbraucher, besonders die älteren. Deshalb sei ein Stopp der planwirtschaftlichen Maßnahmen dringend erforderlich und in Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn marktwirtschaftliche Lösungen zu erarbeiten. Schließlich sei ein Zusammenspiel von Jung und Alt im Interesse aller Generationen und schaffe einen generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, der besonders bei der Auseinandersetzung mit Heilsversprechen vom rechten und totalitären Tendenzen vom linken Rand von besonderer Bedeutung sei.

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