FDPTödliche Attacke in Frankfurt

Mehr Polizeipräsenz im öffentlichen Raum

PolizistenTödliche Attacke in Frankfurt: Mehr Polizeipräsenz im öffentlichen Raum

Ein Mann hat eine Frau und ihren Sohn auf die Bahngleise gestoßen. Der 8-jährige Junge wurde von einem ICE getötet. Die Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof hat eine Debatte über die innere Sicherheit ausgelöst. Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach sich auf einer Pressekonferenz am Dienstag für mehr Polizei im öffentlichen Raum aus. "Die Forderung des Ministers teilen wir", stimmte FDP-Chef Christian Lindner zu. Es sei auch "richtig, dass der Innenminister mit den Sicherheitsbehörden berät, welche Konsequenzen nun nötig sind". Das furchtbare Verbrechen in Frankfurt "schockiert uns alle. Wir sind in Gedanken bei der Familie", so Lindner.

Nach der Tat von Frankfurt müsse der Rechtsstaat nun "sehr schnell Handlungsfähigkeit zeigen mit einem zügigen Verfahren unter Nutzung aller Möglichkeiten", sagte FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg. Schonungslose Aufklärung und konsequente Bestrafung würden regelmäßig versprochen, die Verfahren dauerten dennoch meist viel zu lang. hier herrsche rascher Handlungsbedarf. Polizei und Justiz müssten über den konkreten Fall hinaus "bessere Mittel für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und zügige Verfahrensbearbeitung an die Hand gegeben werden", so Teuteberg.

Auch FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle sprach sich für eine besonnene Debatte über die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen aus. Allerdings müsse dabei laut Kuhle berücksichtigt werden, dass der Staat in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht allmächtig walten kann. “Ein Politiker, der eine hundertprozentige Sicherheit verspricht, der zündet eine Nebelkerze", so Kuhle. Die objektive Sicherheit müsse der Maßstab und Kompass der Sicherheitspolitik bleiben. Das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger dürfe von der Politik allerdings auch nicht ausgeblendet werden. "Beidem kann man nützen, indem man die physische Präsenz der Polizei erhöht", so der FDP-Innenexperte.

Kommentare (6)

Johann Hartl
01.08.2019 - 18:47
Die Tat in Frankfurt wühlt mich persönlich auf. Als Vater von zwei erwachsenen Kindern und zukünftiger Großvater, mache ich mir große Sorgen wohin dieses Land driftet. Meine größte Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen. Die Gründe für die Verrohung der Gesellschaft sind vielfältig und komplex. Diese Tat war die Tat eines Geistesgestörten. Eine Sippenhaftung lehne ich ab. Dennoch hat die unkontrollierte Migration, v.a. junger Männer aus anderen Kulturkreisen, unverkennbar einen Schub an Kriminellen wie auch Terroristen in unser Land gespült. Die Vielzahl an schwersten Gewalttaten hat nach meinem Gefühl stark zugenommen. Den Königsweg für eine Lösung gibt es nicht. Starke Polizeipräsenz, technische Maßnahmen und Straffung der Verfahren mit konsequenten Verurteilungen sind Beispielmosaikbausteine. Ein geordnete Migration und Einwanderung sind unerlässlich. Die EU schafft es nicht einen vernünftigen Grenzschutz aufzubauen. Wie lange noch duldet die Bevölkerung diese Politik?
Markus Bunse
01.08.2019 - 15:51
Was auffällt, ist, daß bei solchen und ähnlichen Taten vielfach auf angebliche "psychische Probleme" der Täter verwiesen wird. Wenn man so denkt und argumentiert, brauchte es keine Polizei, keine Gerichte und keine Gefängnisse mehr geben!
Wolfgang Buchholz
01.08.2019 - 15:14
Warum fragt keiner der die schrecklichen Vorgänge in Frankfurt und Messerangriffe, Angriffe auf Polizei, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute ,Krankenhauspersonal, Personal in den sozialen Diensten und Angestellte im öffentlichen Dienst Tätige seit wann eine Zunahme solcher Tätlichkeiten festgestellt werden konnte und welcher Herkunft die Täter vor allem sind? Dass es solche Verstöße gegen das Recht und vor allem da soziale Zusammenleben seit den Zeiten der mittelalterlichen Rechtssetzungen immer gegeben hat ist unbestritten. Aber seit der Nachkriegszeit hielten sie sich in einem statistisch kaum wachsenden Umfang. Doch seit einem Jahrzehnt füllen die Berichte über solche Vorgänge die täglichen Meldungen. Es wird Zeit endlich Roß und Reiter zu nennen! Messer als Tatwaffen waren vordem in Deutschland die Ausnahme, bis auf einige Gebiete in Süddeutschland. Tätliche Angriffe auf oben genannte Personen höchst selten.
Norbert Klaudat
01.08.2019 - 00:51
Mehr Polizei für den öffentlichen Raum in den Bahnhöfen ist unnötig. In den grösseren Bahnhöfen der Klasse 1 ist die BPol stationiert. Die DB Sicherheit ebenfalls. Wir haben Kameraüberwachung mit 48 Std Speicherung. Trotzdem war es möglich das diese Tragödie geschah. Andere Maßnahmen sind nötig. ZB Bahnsteigzugang nur mit einer gültigen Fahrkarte. Technische Absperrmassnahmen die sich erst lösen wenn der Zug steht, usw. Ich denke man sollte da mit Eisenbahnern vor Ort reden um passende Massnahmen zu erarbeiten.
Dr.Jaser Tadros
31.07.2019 - 19:58
Nach der furchtbaren kriminellen Tat auf dem Frankfurter Bahnhof , muss die FDP von mehr Polizei und Bundespolizei sowohl in den Bahnhoefenbereichen als auch in den oeffentlichen Stellen und Plaetzen verlangen und es muss mehr Taten u. schnelle und rasche Handlungsfaehigkeiten von der Bundesregierung gezeigt werden , anstatt nur Lippenbekentnisse . Sonst wird die Lage weiterhin eskalieren und die innere Sicherheit des Landes in Gefahr bringen . Ich appellieren auch an Herrn Lindner sich auch im Duesseldorfer Landtag fuer staerkere Polizeikontrolle insbesondere in Nordrhein-Westfalen an den Bahnhoefen und in den oeffentlichen Plaetzen , einzusetzen , wo man in diesem groessten Bundesland besonders an zunehmenden Kriminalitaeten beobachten kann. Also die Innere Sicherheit muss in den naechsten Monaten u.Jahren hoechster Prioritaet haben . Sonst leben die Buerger in staendiger Angst , ohne die Einsetzung von Polizeipraesens und richtiger Kontrolle .
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