FDPOECD-Studie

Müssen mehr in weltbeste Bildung investieren

Kinder auf dem Weg in die SchuleKinder ohne Akademikereltern haben immer noch viel, viel schlechtere Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein

Die soziale Herkunft bestimmt in Deutschland in stärkerem Maß über den Bildungserfolg als in vielen anderen Ländern: Kinder aus sozial schwächeren Familien haben deutlich schlechtere Erfolgschancen in der Schule als Akademikerkinder, zeigt ein neuer Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). "Wie viele solcher Studien muss es eigentlich noch geben, bis für alle Kinder das Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft gilt?", fragt FDP-Vize Katja Suding. Um die Chancen für die Kinder zu verbessern, "müssen wir von der Kita bis zum Studium in weltbeste Bildung investieren."

Laut der Studie kommt es schon in der Schule oft nicht zu einer Durchmischung von benachteiligten und weniger benachteiligten jungen Leuten. So zeigt der Bericht, dass 46 Prozent der Schüler mit sozialer und ökonomischer Benachteiligung Schulen besuchen, die viele benachteiligte Schüler versammeln. Diese Durchmischung macht oft den Unterschied: Laut den OECD-Experten erreichen benachteiligte Schüler in nicht benachteiligten Schulen deutlich bessere Leistungen.

Die Freien Demokraten sehen viele Ansatzpunkte um das zu verbessern - im Klassenzimmer, auf der Ebene der Schulen und im Bildungssystem: Anstatt Kitas von Gebühren zu befreien, muss die Qualität gesteigert werden. Schulen müssen individueller und zielgerichteter fördern. Dafür braucht es einerseits besser ausgebildete Lehrkräfte und andererseits digitale Lernprogramme. Zudem müssen bundesweit einheitliche, ambitionierte Bildungsstandards durchgesetzt werden. "Der Bund muss sich stärker einbringen und zwar deutlich über die von der Bundesregierung vorgeschlagene Grundgesetzänderung hinaus. Das Kooperationsverbot muss fallen", fordert Katja Suding.

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