FDPReform des Kinderbildungsgesetzes

NRW-Koalition stattet Kitas dauerhaft finanziell besser aus

Kita-BetreuungDie NRW-Koalition stattet Kitas dauerhaft finanziell besser aus, schafft mehr Flexibilität und Qualität und streicht Beiträge im 2ten Kita-Jahr.

Die jahrelange Unterfinanzierung der rund 9800 Kindertagesstätten in NRW soll beendet werden: Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ein milliardenschweres Paket für eine stabile Kita-Finanzierung, den Ausbau der Kita-Plätze und die Entlastung der Eltern auf den Weg gebracht. "Wir wollen die frühkindliche Bildung auf so solide Füße stellen, dass es auf Dauer trägt“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp (FDP). Künftig soll ein zweites Kita-Jahr in NRW beitragsfrei werden. Damit brauchen Eltern die letzten beiden Kindergarten-Jahre nicht mehr zu bezahlen.

Das Land rechnet bis 2025 mit einem zusätzlichen Betreuungsbedarf von 100 000 neuen Kita-Plätzen. Dafür sollen ab dem Kita-Jahr 2020/21 jährlich mindestens 115 Millionen Euro bereitstehen. Das ist einer der Kernpunkte der ­ Kibiz-Reform, die NRW-Familienminister Joachim Stamp am Dienstag nach der Kabinettssitzung vorstellte. Für den Ausbau gebe es eine Garantie: "Jeder Kita-Platz, der vor Ort benötigt wird, kann auch gebaut werden.“ Für 2019 stehen sogar 200 Millionen Euro bereit, mit denen etwa 12 000 neue Plätze entstehen können.

Ermöglicht werden sollen künftig flexiblere und längere Öffnungszeiten vor allem früh morgens und abends. Die Kommunen sollen selbst entscheiden, wie sie das vor Ort gestalten. In der Tagespflege sollen Tagesmütter oder -väter künftig auch von Kommunen angestellt werden und beispielsweise Betreuung an Samstagen oder Ersatz für Krankheitsfälle anbieten können. Bisher arbeiten sie selbstständig.

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