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NRW will mit Talentschulen zum Vorbild für ganz Deutschland werden

Kinder auf dem Weg in die SchuleNRW will den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von ihrer sozialen Herkunft entkoppeln

Es soll eine Blaupause für ganz Deutschland sein. Ab dem Schuljahr 2019/20 gehen in NRW 35 sogenannte Talentschulen an den Start. Es handelt sich um Einrichtungen aus sozial schwachen Regionen, die nun von der schwarz-gelben Landesregierung gefördert werden. Ein wichtiger Schritt sagt Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Damit ist eine Idee der Freien Demokraten jetzt Realität in der Bildungslandschaft. Ziel ist es, "den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von ihrer sozialen Herkunft und den Einkommensverhältnissen des Elternhauses zu entkoppeln". Insgesamt sind 60 Talentschulen in sozial benachteiligten Stadtvierteln geplant.

Es ist ein auf sechs Jahre angelegter Schulversuch, für den die Landesregierung jährlich 22 Millionen Euro in die Hand nimmt. In beinahe jeder internationalen Studie wird Deutschland dafür kritisiert, dass der Bildungserfolg entscheidend vom Elternhaus und dem sozialen Umfeld abhängt. Hier will NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ansetzen: Für die insgesamt geplanten 60 Talentschulen in sozial benachteiligten Stadtvierteln soll es über 400 zusätzliche Stellen für Lehrer und Sozialarbeiter sowie 150.000 Euro für Fortbildung geben, 2500 pro Schule.

Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, freut sich, dass die Talentschulen zum neuen Schuljahr an den Start gehen werden und die ausgewählten Schulen sowie die Schülerinnen und Schüler von der zusätzlichen Unterstützung profitieren können. Langfristig ist unser Ziel, die Lehr- und Lernbedingungen an allen Schulen weiter zu verbessern. Für die FDP-Fraktion sei jedoch klar, dass bei der Verbesserung der Chancengerechtigkeit dort begonnen werden muss, wo die Startchancen am schwierigsten sind.

Der Schulversuch Talentschulen ist aus Sicht der Freien Demokraten ein wichtiges Instrument zur Erprobung der Wirksamkeit einer besonderen Förderung der Schülerinnen und Schüler in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen. "Es ist unser Ziel, beste Bildung für alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Durch diesen Schulversuch leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit in Nordrhein-Westfalen", so Müller-Rech.

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