StiftungTransatlantischer Handel

Offene Tür für neue Verhandlungen über ein Handelsabkommen

WelthandelEine weitere Eskalation im Handelsstreit mit den USA bleibt erstmal aus

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich mit Donald Trump getroffen, eine weitere Eskalation im Handelsstreit scheint erstmal abgewendet. Doch was bedeutet das Treffen wirklich für die künftige Welthandelsordnung? Im Interview mit freiheit.org ordnet Karl-Heinz Paqué, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung für die Freiheit, die Ergebnisse der Gespräche ein.

"Offenbar ist es Juncker gelungen, die Tür für neue Verhandlungen aufzustoßen – das ist jedenfalls schon einmal ein beachtlicher Erfolg", erklärt Paqué. Dass die US-Regierung anscheinend plötzlich einen Schritt auf die Europäer zugehe, habe sicherlich etwas mit dem unberechenbaren Temperament des Bewohners des Weißen Hauses zu tun. "Aber daneben auch die kluge kontrollierte Politik der Strafzoll-Nadelstiche der EU – ich nenne sie gern nach der liberalen EU-Handelskommissarin die Malmström-Strategie", fügt Paqué hinzu. "Auch die harte Haltung der Chinesen mag geholfen haben." Seine Empfehlung: "Möglichst schnell mit den Gesprächen auf Arbeitsebene loslegen – über ein Freihandelsabkommen."

Denn offenbar spürten die amerikanischen Agrarproduzenten den massiven Umsatzeinbruch im Laufe des Handelsstreits, zum Beispiel bei Sojabohnen aus Iowa. "Trump wollte bereits 12 Milliarden Dollar an Subventionen für die Landwirtschaft ausschütten, und auch das traf auf Kritik vor allem seiner Republikaner", erläutert Paqué. "Selbst die Industrie klagt über eine Verteuerung der Vorprodukte aus Stahl und Aluminium."

Wie Europa nun verfahren sollte und welche Rolle China im Handelsstreit spielen könnte, lesen Sie im Interview auf freiheit.org. (ch)

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